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Gendern in Texten wird diskutiert
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
In eigener Sache

Soll die Neue Regionale in der Zeitung und auf NRplus gendern?

Freitag, 2. Oktober 2020 von Franz Purucker

Es ist ein Novum in 30 Jahre Neue Regionale. Die Ausgabe vom 4. Oktober, die bereits am 2. Oktober verteilt wird, hat die Redaktion zum ersten Mal versucht in allen nicht-werblichen Texten zu Gendern – also sowohl die männliche als auch die weibliche Form zu nennen.

Üblich ist in Zeitungen, wie auch der Neuen Regionalen, der generische Maskulinum, also die verallgemeinernde männlichen Form von Personen- und Berufsbezeichnungen. Immer öfter wird aber gefordert, entweder beide Geschlechterformen zu nennen – also beispielweise die Lehrerin und der Lehrer oder den Gender-Stern zu verwenden – also beispielsweise Lehrer*In.

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Die Gender-Diskussion wird auch im Journalismus immer größer, da sich Frauen durch das generische Maskulinum ausgegrenzt fühlen.
In unseren Beiträgen verzichten wir in der Regel auf die explizite weibliche Form, um die Sätze kurz und einfach zu halten – und um unseren Leserinnen und Lesern eine optimale Lesbarkeit zu bieten.

Aber auch da gibt es unterschiedliche Ansichten: Die Taz zum Beispiel verwendet den Doppelpunkt zum Gendern – also beispielsweise „Lehrer:innen“; andere Zeitungen versuchen es geschlechtsneutral und schreiben vom „Sprechenden“, statt von Sprecherinnen und Sprechern.

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Es muss aber auch die Frage gestellt werden, ob die Welt durch gendergerechte Sprache wirklich gerechter wird: Einige Sprachen, wie die der Bengali in Indien, kennen keine Geschlechterunterschiede, trotzdem werden dort Chefetagen – wie in Deutschland – vermehrt durch Männer besetzt.

Wir als Neue Regionale wollen uns dieser Debatte aber nicht verschließen, sondern Ihre Meinung dazu wissen. Schreiben Sie uns oder stimmen Sie darüber im Internet ab: Ist unsere Herangehensweise überholt? Wünschen Sie als Leserinnen und Leser womöglich sogar das Gendern?

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Die NR soll in ihren Texten...
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