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Foto: Shutterstock (Symbolfoto)
Mitarbeiter auf einem Geflügelhof auf dem die Geflügelpest ausgebrochen ist.
NR-Land

Geflügelpest in Lichtenau: Beobachtungsbereich reicht bis Salzkotten, Büren und Bad Wünnenberg

Donnerstag, 4. März 2021 von NR Redaktion

Das Friedrich-Löffler-Instituts hat bei einem Hobbyhalter in Lichtenau-Henglarn einen Fall von Geflügelpest nachweisen können. Es handelt sich um die hochansteckende Form der Geflügelpest (Influenza Virus A Subtyp H5N8). Eine Ansteckung endet bei Hühnern und Puten innerhalb kürzester Zeit tödlich. Nun wurde ein Sperrradius und ein Beobachtungsradius erlassen, der bis ins NR-Land reicht.

Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Eine Gefahr für den Menschen besteht nicht. „Eine Übertragung des Erregers über Lebensmittel auf den Menschen ist nach derzeitigem wissenschaftlichem Kenntnisstand unwahrscheinlich“, sagt das Bundesinstitut für Risikobewertung.

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Der Landwirtschaft drohen aber erhebliche wirtschaftliche Schäden. „Um eine weitere Ausbreitung auf andere Haltungen zu verhindern, haben wir einen Sperrbezirk und eine Beobachtungsgebiet um das Ausbruchsgeschehen erlassen“, erklärt Dr. Elisabeth Altfteld, leitende Veterinärin des Kreises Paderborn. Weiterhin gilt uneingeschränkte Aufstallungspflicht für das gesamte Kreisgebiet.

Der zehn Kilometer Radius umfasst unter anderem Büren-Ahden, Oberntudorf und Niederntudorf. Karte: Kreis Paderborn

Der Sperrbezirk umfasst einen Radius von drei Kilometern Durchmesser um die betroffene Hobbyhaltung (auf der Karte in rot markiert). In dem Sperrbezirk liegen nach jetzigem Wissensstand 77 Geflügelhaltungen.

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Die überwiegende Zahl davon Hobbyhaltungen. 69 dieser Geflügelhaltungen halten unter 50 Tiere. Insgesamt werden im Sperrbezirk rund 20.000 Tiere gehalten. Die Veterinäre des Kreises werden im Sperrbezirk Geflügelhaltungen überprüfen und falls erforderlich weitere Untersuchungen einleiten.

Das Beobachtungsgebiet umfasst einen Radius von 10 Kilometer um die betroffene Geflügelhaltung (blaue Markierung auf der Karte). Hier sind nach derzeitigen Wissenstand 358 Geflügelhaltungen ansässig – auch hier überwiegend Hobby-Haltungen. Hier geht der Kreis zurzeit von rund 185.000 Tieren aus. In diesem Gebiet werden die Veterinäre nach einer Risiko-Analyse die Geflügelhaltungen überprüfen.

Bereits Ende letztes Jahres hatte das Kreisveterinäramt Geflügelhalter dazu aufgerufen zu überprüfen, ob sie die vorgeschriebene Tierseuchenkassenmeldung korrekt abgegeben haben. Insbesondere auch Hobbyhalter, Klein- und Kleinstbetriebe sollten ihre Bestände umgehend, falls noch nicht geschehen, der Tierseuchenkasse und dem Veterinäramt melden.

„Das ist die Voraussetzung dafür, um im Falle eines Seuchenausbruchs finanziell entschädigt zu werden“, unterstreicht Dr. Altfeld. Ein Formular hierfür ist auf der Kreisseite unter www.kreis-paderborn.de/gefluegelpest zu finden.

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