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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Kreis Paderborn

Gas im NR-Land kommt bald aus Russland und Nordeuropa

Samstag, 16. Oktober 2021 von NR Redaktion

Haushalte in Büren und Salzkotten werden in diesen Tagen kontaktiert, um einen Termin zur Geräteumstellung der Gasversorgung zu vereinbaren. 

Der Hintergrund ist eine neue Bezugsquelle: Das Gebiet von Westfalen Weser wird bislang mit L-Gas versorgt, welches in Deutschland und den Niederlanden gefördert wird. Da die Förderung hierfür bis 2030 eingestellt werden muss, stellt der zuständige Netzbetreiber Westfalen-Weser nun auf H-Gas um, welches unter anderem aus Russland, Dänemark und Norwegen kommt. Diese Reserven sind für die nächsten 200 bis 250 Jahre gesichert.

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L-Gas steht für low-caloric (niedrigerer Brennwert) und H-Gas für high-caloric (höherer Brennwert). 

Wegen der Umstellung müssen alle Gasgeräte in Haushalten und Betrieben angepasst werden, denn die meisten Geräte, die bisher mit L-Gas betrieben wurden, dürfen und können nicht ohne weiteres mit H-Gas arbeiten. 

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Fachbetrieb prüft Gasanlagen

Damit die Geräte keinen Schaden nehmen und ein sicherer Betrieb weiterhin gewährleistet ist, müssen sie für eine zuverlässige Funktion einzeln durch zertifizierte Unternehmen oder einen Fachbetrieb angepasst werden.

In Büren und Salzkotten kommen die  Dienstleistern „NGC Tec GmbH“ und „LPR Energy GmbH“ zum Einsatz. Die Qualitätsprüfung übernimmt die Firma „regiocom“. In den nächsten Wochen werden deren Mitarbeiter bei Gaskunden klingeln, um die konkreten Geräte zu erfassen. 

„Die von uns beauftragten Monteure kommen in die Haushalte, um die wichtigen Daten wie Hersteller oder Serientyp der einzelnen Gasgeräte zu ermitteln. Nur so können wir die passenden Ersatzteile bestellen. Wir wissen, dass dies eventuell mit Aufwand verbunden ist und bedanken uns schon im Vorhinein für die Mithilfe“, erläutert Andre Gleichmann, Projektleiter Erdgasumstellung bei Westfalen Weser, den Ablauf.

Die Briefe mit den Terminvorschlägen für die Datenaufnahme werden in der nächsten Zeit nach Büren und Salzkotten verschickt und haben einen Vorlauf von mindestens drei Wochen. 

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Die Mitarbeiter werden sich mit einem Ausweis von Westfalen Weser sowie einer für die jeweiligen Haushalte individuell erstellten PIN-Nummer ausweisen. Es sollen nur Personen ins Haus gelassen werden, die unaufgefordert ihren Ausweis sowie die PIN-Nummer vorzeigen.

Die konkrete Geräteanpassung in rund 6.500 privaten Haushalten und Gewerbebetrieben in den beiden Städten geschieht dann erst 2023. 

Fragen zur Anpassung der Gasgeräte, Kostenerstattung bei Fördermöglichkeiten, zur Legitimation der Monteure oder dem Ablauf beantwortet die Westfalen Weser Netz unter der kostenlosen Hotline 0800 55 33 22 1 und per E-Mail unter:

wwn-umstellung@regiocom.com

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