arrow_back
Foto: Domingo Alvarez/Unsplash
Emojis: Die einen so ❤ , die anderen eher so 🤦.
NR-Land

Für die schnelle Nachricht zwischendurch

Freitag, 15. Juli 2022 von Marco Schreiber

Aus privaten Nachrichten sind die kleinen Piktogramme kaum noch wegzudenken: Emojis. Viele Mitteilungen setzen sich fast ausschließlich aus den quietschbunten Symbolen zusammen. Grinsende Gesichter, hochgereckte Daumen, Champagnerflaschen, Tiere, Regenbögen – mit den über 3.600 Piktogrammen lassen sich  heute mehr als Gefühle vermitteln.

Angefangen hat alles mit den Emoticons, aus Satzzeichen wie Doppelpunkt und Strich gebildeten Zeichen für Lachen, Erstaunen oder Ärger. Vor allem E-Mails und Kurznachrichten wurden damit ergänzt. Ein Zwinkern hier 😉, ein Jubeln  da \o/, und alle sind verzückt *_*.  Jedenfalls alle, die sich auskennen. Die anderen sind wohl eher @_@, also verwirrt.

Anzeige

2010 führte das internationale Unicode-Konsortium die Emojis ein. Die gemeinnützige Organisation legt seit 1991 den Unicode-Standard fest, den elektronischen Zeichensatz für Computer oder Smartphones. Fast 160 moderne und alte Schriften können nach Angaben des Konsortiums mittlerweile so dargestellt werden, darunter verschiedene Keilschriften, Noten und das syrische Alphabet. Insgesamt können etwa 145.000 verschiedene Zeichen dargestellt werden – darunter mit Unicode 14 vom 14. September 2021 3.633 Emojis. Mit Unicode 15 werden im Herbst weitere Piktogramme hinzukommen.

Welttag der Emojis

Anzeige

Die allermeisten sind universell verständlich. Im Jahr 2014 hat der chinesische Künstler Xu Bing sogar einen Roman aus Emojis verfasst, den Menschen auf der ganzen Welt mit etwas Fantasie lesen und verstehen können, das Book from the Ground. Es beschreibt einen gewöhnlichen Tag im Leben eines gewöhnlichen Angestellten in einer namenlosen Stadt. Der Originaltitel zeigt zwei Punkte, zwei Pfeile und ein Strichmännchen, was so viel heißen soll wie „Von Punkt zu Punkt“.

Seit 2014 wird auch der Welt-Emoji-Tag begangen, am 17. Juli, weil das Kalender-Piktogramm eine 📅 zeigt. Den Tag will der Australier Jeremy Burge  erfunden haben, der 2013 ein Lexikon für Emojis programmiert und ins Internet gestellt hat, die Emojipedia. Unter www.emojipedia.org gibt es unter anderem eine Stichwortsuche für die bunten Bildchen, bisher leider nur in englisch.

Auch wenn man ein solches Lexikon benutzt, sorgt das  noch lange nicht für Klarheit in der Kommunikation. Wer sicher sein will, von seinem Gesprächspartner verstanden zu werden, sollte Emojis nur sparsam verwenden – oder besser ganz darauf verzichten, besonders in offiziellen Angelegenheiten. Soweit alles klar? 😊

AGB Impressum Datenschutz Kontakt
close
In die Zwischenablage Instagram Whatsapp E-Mail