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Foto: Franziskanerinnen Salzkotten
Schwester Ana Ilies sortiert eine Lieferung mit Sachspenden in Caransebes. Jetzt stellen die Franziskanerinnen ihre regelmäßigen Hilfstransporte ein.
Salzkotten

Franziskanerinnen beenden Hilfstransporte nach Rumänien

Sonntag, 12. Juli 2020 von NR Redaktion

Seit 1994 rollten jährlich drei bis vier Transporte vom Hof der Franziskanerinnen in Richtung Caransebes in Rumänien. In den ersten Jahren, als das Land sich öffnete und die Ordensgemeinschaft dort auch eine Kommunität wagte, waren es bis zu sechs Transporte im Jahr, vornehmlich mit Baumaterialien, aber auch mit vielen Hilfsgütern.

Bereits vor der Corona-Krise hatten die Schwestern die Entscheidung getroffen, die Hilfstransporte nach Rumänien in diesem Sommer einzustellen. „Wir bitten um Verständnis für unsere Entscheidung und bedanken uns sehr herzlich für Ihre großartige Hilfe in all den Jahren“, erklärt die Provinzoberin, Schwester M. Angela Benoit, an die Adresse der zahlreichen Unterstützer. Sie bittet diese, „das Anliegen Rumänien in ihren Herzen zu bewahren“, denn die Menschen dort seien weiterhin auf Hilfe angewiesen. Transporte mit Sachspenden seien dafür jedoch nicht mehr das geeignete Mittel.

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So hätte sich die Kleiderkammer der Ordensschwestern in Caransebes zu einer Konkurrenz zu den Second-Hand-Läden vor Ort entwickelt und das sei nicht beabsichtigt. Darüber hinaus erfordere das Sortieren, Aufbereiten und Verpacken von gebrauchter Kleidung und anderer Sachspenden im Mutterhaus in Salzkotten viel Arbeit. „Unsere Schwestern haben dies bis ins hohe Alter mit Liebe getan und sind nun in den wohlverdienten Ruhestand getreten“, sagt Schwester M. Angela.

Nicht zuletzt kosten die Transporte nach Rumänien einiges an Geld, das besser für Familien, Alleinstehende, Alte und Kranke verwendet werden kann in Form von Lebensmitteln oder medizinischen Hilfsmitteln, so Bereichsleiterin Schwester M. Hiltrud Wacker, die als letzte deutsche Schwester des Klosters nach Deutschland zurückkehren wird. Sieben rumänische Schwestern werden dann die Leitung übernehmen. Wer die Hilfen der Schwestern weiterhin unterstützen möchte, kann dies tun unter:

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