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Foto: IT.NRW
NR-Land

Fast 50 Prozent weniger Insolvenzen – Warum ist das so?

Mittwoch, 13. Januar 2021 von Heike Tebbe

Der Wirtschaft geht es seit Monaten schlecht. Trotzdem wurden im letzten November bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen fast 50 Prozent weniger Anträge auf Unternehmens- oder Privatinsolvenz gestellt als im November 2019. Dies teilt das Statistische Landesamt (IT.NRW) mit.

950 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren wurden im November 2020 gestellt. Im November 2019 waren es noch 1.845 Verfahren. 300 der beantragten Verfahren betrafen Unternehmen mit insgesamt rund 1.540 Arbeitnehmern. 

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Einen Grund sehen die Statistiker in der Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen. Diese war bis Ende 2020 ausgesetzt. Hinzu kommen die besonderen staatlichen Finanzhilfen für Unternehmen. 

Auch 60 Prozent weniger Privatinsolvenzen

Auch 450 Privatleute mussten Insolvenz anmelden – 60 Prozent weniger als im November 2019. Eine mögliche Ursache für den Rückgang könnte hier das Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung sein: Die Statistiker vermuten, dass überschuldete Privatpersonen ihre Insolvenzanträge zurückgestellt haben. 

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Einen weiteren Grund für den Rückgang an Insolvenzen sieht das Statistische Landesamt in der Bearbeitungszeit bei den zuständigen Insolvenzgerichten. Insofern seien Insolvenzen ein sogenannter „nachlaufender Konjunkturindikator”, so IT.NRW.

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