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Foto: Feuerwehr Borchen
Umland (Raum Paderborn)

Fahrzeug prallt vor Baum und geht in Flammen auf: Albanischer Fahrer flüchtet von der Unfallstelle

Dienstag, 23. März 2021 von NR Redaktion

Die Löschzüge aus Dörenhagen und Kirchborchen wurden am Montagabend, 22. März, gegen 22.15 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Straße „Am Knick“ (Ortsteil Dörenhagen) alarmiert. Ein PKW war gegen einen Straßenbaum geprallt und daraufhin in Flammen aufgegangen. Am Steuer saß ein 39-Jähriger Algerier, der sich vor den Beamten versteckte, da der Mann eigentlich in Abschiebehaft sitzen müsste.

Da Anwohner den Unfall gehört hatten und den Notruf absetzten, war zum Zeitpunkt der Alarmierung unklar, ob sich der Fahrer noch in dem brennenden PKW befand und eventuell sogar eingeklemmt war.

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Vor Ort fanden wir den im Vollbrand stehenden PKW vor, vom Fahrer fehlte jedoch jede Spur. Aufgrund dessen starteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr gemeinsam mit der Polizei eine Suchaktion in den benachbarten Feldern und einem angrenzenden Hof.

Aufgrund der Fahrzeugbeschädigung war davon auszugehen, dass der Fahrer verletzt sein muss. Die Polizei forderte zur Unterstützung außerdem einen Polizeihubschrauber aus Düsseldorf und die Freiwillige Feuerwehr Hövelhof mit ihrer Drohne an.

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Parallel zu diesen Suchmaßnahmen am Unfallort und der sich anschließenden Unfallaufnahme wurde die Anschrift des Fahrzeughalters aufgesucht. Dieser machte Angaben zu dem tatsächlichen Nutzer des Peugeots, einem 39-jährigen Mann, der sich in Dörenhagen aufhalten sollte.

Gegen 0:15 Uhr konnte durch die Ermittlungen der Polizei eine verletzte Person aufgefunden werden, die sich ca. 1 km von der Einsatzstelle entfernt im Ort aufhielt. Ein Notarzt aus Paderborn und der Rettungswagen aus Borchen versorgten den Patienten.

Tatsächlich konnte in einem Schuppen an der Kirchborchener Straße ein 39-jähriger Mann aus Albanien angetroffen werden, der sich vor den Polizeibeamten versteckt hatte. Der Mann wurde verhaftet, weil gegen ihn ein bestehender Abschiebehaftbefehl vorliegt.

Weiterhin stellten die Polizeibeamten Anzeichen fest, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein durchgeführter Drogenvortest verlief positiv. Deshalb wurde dem Mann eine Blutprobe entnommen.

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Damit nicht genug: Im Verlauf der weiteren polizeilichen Maßnahmen stellte sich heraus, dass der 39-Jährige nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.

Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Unfallflucht und Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet.

Gegen den Fahrzeughalter wurde eine gesonderte Strafanzeige gefertigt, weil der Verdacht bestand, dass er das Fahren ohne Fahrerlaubnis zugelassen hatte.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Beitrages hatten wir von einem algerischen Fahrer berichtet, was falsch ist. Wir haben dies korrigiert.

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