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Eurobahn-Unternehmensfoto
Foto: Keolis / Eurobahn
Weiterhin fallen viele Eurobahn-Züge komplett aus.
NR-Land

Eurobahn-Streik: Bahnfahren bleibt ein Glücksspiel

Mittwoch, 8. Januar 2020 von Franz Purucker

Die Gespräche zwischen der Eisenbahnverkehrsgewerkschaft EVG und dem Eurobahnbetreiber Keolis haben keine Einigung gebracht. Zwar sollen die Gespräche am Donnerstag fortgesetzt werden, bis dahin gibt es aber massive Zugausfälle und übervolle Zug.

„Wir wären gern heute noch in Verhandlungen eingetreten, dann hätten die Streiks unterbrochen werden können. Dazu hat sich Keolis/eurobahn nicht in der Lage gesehen. Deshalb setzen wir unseren Arbeitskampf – wie angekündigt – bis zur Vorlage eines verhandlungsfähigen Angebotes fort“, erklärte der EVG-Vorsitzende Torsten Westphal.

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Streikende Mitarbeiter der Keolis Eurobahn. Foto: EVG

Die Züge der RB89 zwischen Paderborn, Salzkotten, Geseke, Lippstadt und Münster fahren aktuell zum Beispiel nur im Stunden- statt im Halbstundentakt. Den Busnotverkehr, den es am Montag gab, gibt aktuell nicht.

Zwischen Paderborn und Warburg wurden die Verbindungen der Eurobahn ganz gestrichen. Die Eurobahn kündigt diese Änderungen aktuell bis Ende des Monats an.

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Hier die aktuellen Abfahrtszeiten von den Bahnhöfen der Region:

Fahrgäste, die durch diese Ausfälle verspätet an ihr Ziel kommen, haben Anspruch auf Entschädigung. 

Gibt es für Betroffene Geld zurück?

Entscheidend ist, wie hoch die Verspätung am Zielbahnhof ist. Bei mehr als 60 Minuten verspäteter Ankunft gibt es 25 Prozent des Reisepreises zurück, bei mehr als 120 Minuten 50 Prozent.

Wer beispielsweise von Geseke nach Bielefeld fahren möchte und durch den Ausfall des Eurobahn-Zuges den Anschluss in Paderborn verpasst und dadurch über eine Stunden später in Bielefeld ankommt, kann 25 Prozent Entschädigung fordern.

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Wer von Geseke nach Berlin will und durch den verpassen Anschluss in Paderborn den ICE in die Bundeshauptstadt verpasst, kann ohne Vermerk einen anderen Zug nehmen und ebenfalls die Verspätung geltend machen, mit der er in Berlin ankommt. Ausschlaggebend ist der Ticketpreis für die gesamte Reise – also in diesem Beispiel für das ICE-Ticket Geseke-Berlin. 

Inhaber von Monatskarten erhalten eine pauschale Entschädigung von 1,50 Euro (2. Klasse) bzw. 2,25 Euro (1. Klasse). Für Zeitkarten im Fernverkehr gibt es pauschal 5 Euro (2. Klasse) bzw. 7,50 Euro (1. Klasse). Inhaber der Bahncard 100 erhalten 10 Euro (2. Klasse) bzw. 15 Euro (1. Klasse).

Hier geht es zum Fahrgastrechteformular der Bahn, dass auch für Fahrten der Eurobahn verwendet werden kann.

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