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Delbrück

Erstes Reparatur-Cafe eröffnet

Donnerstag, 7. November 2019 von NR Redaktion

Gerade haben Toaster oder Kaffeemaschine noch einwandfrei funktioniert – da versagen sie von jetzt auf gleich den Dienst. Oft ist eine Reparatur zu teuer oder scheint erst gar nicht möglich, weil sie nicht mehr aufzuschrauben sind. Der defekte Gegenstand wird durch eine Neuanschaffung ersetzt. Das will das Repair-Cafe ändern.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurden die sogenannten „Repair-Cafés“ oder auch „Reparatur-Cafés“ in den Niederlanden ins Leben gerufen. In Deutschland gibt es inzwischen schon 750. Eines davon soll Anfang des Jahres  in Delbrück eröffnet werden.

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„In einer Wegwerfgesellschaft, wie der unseren, haben viele Dinge keinen Wert und werden entsorgt. Wir werden versuchen, diese defekten Elektrogeräte wieder zu reparieren“, erklärt Heinfried Klefoth, Elektromeister und Initiator des Delbrücker Reparatur-Cafés. 

Die neuen Mitglieder des Vereins schauen in die Kamera.
Unterstützen das Reparatur Café: die Initiatoren Heinfried Klefoth und Waltraut Schnupp, Pfarrerin Gabriele Hische, Friedel Beckmann und Peter Teschner vom Seniorenbeirat, Klimaschutz-Managerin Heike Paesel und Familienbeauftragte Rita Köllner.

Die Besucher können ihre defekten Kleingegenstände von Zuhause mitbringen. Bei Kaffee und Kuchen werden sie dann gemeinsam repariert. Und wer nichts zu reparieren hat, trifft nette Leute im Café oder hilft jemand anderem bei der Reparatur.

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„Kaum etwas schont die Umwelt und das Klima mehr als der Verzicht auf unnötige Güter sowie eine möglichst lange Nutzung bestehender Ressourcen. Das gilt meist sogar, wenn neue elektrische Geräte eine bessere Energiebilanz als das Altgerät aufweisen, denn die Neuproduktion ist extrem energieintensiv und wertvolle Rohstoffe werden verbraucht“, erläutert Klimaschutzmanagerin Heike Paesel die Bedeutung des Projektes. 

Auch der Seniorenbeirat der Stadt Delbrück unterstützt das Projekt. „Die Kontakte unserer Mitglieder reichen in alle Ortsteile. Wir werden in den kommenden Wochen aktiv für das Projekt werben, da ja auch viele Senioren in ihrem Berufsleben handwerklich gearbeitet haben. Sie können in diesem Projekt ihr Fachwissen nutzbringend weitergeben“, erklärt der Vorstand des Seniorenbeirates, Peter Teschner und Friedel Beckmann.

Die Angebote des „Delbrücker Reparatur-Cafés“ sind kostenlos. Spenden werden von den Organisatoren jedoch gerne entgegengenommen, um Werkzeuge und Material, aber auch Kaffee und Zutaten für Kuchen kaufen zu können. 

Keine Konkurrenz für Reparatur-Profis

Als Konkurrenz zu professionellen Reparaturdienstleistern sieht sich das Reparatur-Café übrigens nicht. Vielmehr werden Besucher auch regelmäßig an die (wenigen) Profis weiter verwiesen, die es (noch) gibt. Außerdem seien die Besucher von Reparatur-Cafés meist keine Kunden von Reparaturfachdiensten, denn die kaputten Gegenstände würden normalerweise meist entsorgt, da eine Reparatur in der Regel zu teuer wäre, so die Argumentation.

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Zum Kennenlernen

Am 12. Januar kommenden Jahres soll im Gruppenraum des evangelischen Gemeindezentrums, Driftweg 31a, ein Schnuppertag stattfinden. Danach öffnet das Reparatur-Café regelmäßig jeden zweiten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr. Weitere ehrenamtliche Helfer*innen werden noch gesucht. Infos gibt es bei der Stadt Delbrück unter Tel. 0 52 50-996 281 (Rita Köllner) oder 0 52 50-996 247 (Heike Paesel) oder direkt beim Initiator Heinfried Klefoth unter 0 52 50 – 99 88 287.

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