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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Die Betrüger geben sich als enger Verwandter aus.
NR-Land

Enkeltrick 2.0: So nutzen die Betrüger Whatsapp für sich aus

Samstag, 23. Oktober 2021 von Franz Purucker

„Hallo Oma, hier dein Enkel und ich brauche Geld“ – das ist kurz und knapp die Botschaft, mit der vor allem ältere Menschen telefonisch abgezockt werden sollen. Das Geld wird dann immer von einem Boten abgeholt.

Die Polizei warnt nun vor der quasi digitalen Variante dieser Betrugsmasche. Die Täter schreiben dabei ihr Opfer über den Messangerdienst Whatsapp an und geben sich als Verwandter aus. „Das ist meine neue Nummer, kannst du gern abspeichern“ – beginnt oft der Kontakt mit dem Trickbetrüger.

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Meistens werden diese Nachrichten mit Emoticons gespickt, um sie persönlicher wirken zu lassen. Kurze Zeit später täuschen die Betrüger eine Notsituation vor und fragen nach Geld.

Zum Beispiel müsse eine offene Rechnung von mehreren Tausend Euro bezahlt werden.

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Der vermeintliche Enkel habe aber aufgrund des defekten Handys keine Möglichkeit, auf Online-Banking zuzugreifen. Deshalb geht die Bitte an die angebliche Oma, diese Überweisung auf ein genanntes Konto vorzunehmen.
Das Geld würde angeblich in wenigen Tagen zurückgezahlt werden, was nicht geschieht.

In einigen Fällen ist es den Tätern gelungen, Whatsapp-Konten zu kapern und ihre Opfer mit echten Telefonnummer von Enkel oder Tochter anzuschreiben.

Die Polizei rät, immer die Familienmitglieder unter der „alten“ Telefonnummer zu kontaktieren, um Betrug zu verhindern. Bei Geldanfragen immer zusätzlich anrufen oder einen anderen Messenger benutzen.

Ist die Überweisung bereits veranlasst, sollte sofort das Geldinstitut kontaktiert werden, um die Zahlung rückgängig zu machen. Opfer sollten den Chatverlauf für die Polizei sichern und die 110 anrufen.

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