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Zwei Kinder mit ihrem Taschen und Sturzhelmen vor einer Kita-Tür
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Viele Kinder freuen sich darauf, wieder in den Kindergarten gehen zu können. Nach Meinung der Eltern soll dies wegen der Corona-Krise nun auch in der Sommerpause möglich sein.
NR-Land

Elternvertreter wollen Kita-Sommerpause kippen

Samstag, 30. Mai 2020 von Franz Purucker

Nach zehn Wochen Corona-bedingter Schließung sind viele Kita-Eltern im NR-Land froh, dass ab 8. Juni ein Stückweit wieder Regelbetrieb in den Kitas beginnt. In einem offenen Brief an die Bürgermeister und Landräte, der der Neuen Regionalen exklusiv vorliegt, fordern die Elternvertreter nun, eine spürbare Entlastung für Familien.

So sollen die Stadtoberhäupter eine unproblematische Betreuung in den sonst üblichen Schließzeiten im Sommer sicherstellen. „Der Jahresurlaub musste von einigen Eltern bereits aufgebraucht werden“, schreibt die Elternvertretung.

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Des weiteren bitten die Eltern, dass die Kommunen wieder „attraktiv für Kinder“ sein sollten und kritisieren unter anderem den Ausschluss von Kindern in Schwimmbädern, wie es aktuell in Geseke passiert.
Wie in der letzten Ausgabe berichtet, dürfen ins dortige Freibad nur Personen mit Schwimmabzeichen in Bronze.

Vorschlag der Elternvertreter: „Geben Sie den Kindern Anreize, ihre Stadt wieder genießen zu können. Ein Familienwanderweg oder eine Stadt-Rallye, die Familien auch unter Corona-Bedingungen absolvieren können, stellen mögliche Optionen dar.“

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Auch bei den Kita-Beiträgen sollten die Stadtoberhäupter die Eltern entlasten – beispielsweise indem die automatische jährliche Steigerung der Beiträge ausgesetzt wird. Im Kreis Soest steigt der Beitrag beispielsweise jedes Jahr automatisch zum 1. August um 1,5 Prozent.

Weiter regen die Eltern an, dass die Politik die Kita-Träger ermuntern solle, Konzepte wie digitale Angebote zu schaffen, mit denen Kita-Kinder und Erzieher Kontakt halten können. Ein positives Beispiel dürfte eine Kita aus Büren sein, die die Kinder täglich mit einer Videobotschaft zum digitalen Morgenkreis eingeladen hat.

Weiterhin wird gefordert, bei Kindern mit Sozialleistungen ein Konzept zu entwickeln, die sonst für sie kostenfreie Mittagessenversorgung auch in Schließzeiten, wie jetzt zu Corona, sicherzustellen.

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