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Foto: NR-Archivfoto Johannes Büttner
Farbenfrohe Trachten, viel Musik und fröhliche Gesichter: Die Jugendfestwoche - hier mit Tänzern aus Litauen - ist ein besonderer Höhepunkt für den ganzen Kreis Paderborn.
NR-Land

Eine große Party für den Frieden

Donnerstag, 2. Juni 2022 von NR Redaktion

Alle zwei Jahre treffen sich die Volkstanzgruppen im Paderborner Land zur Internationalen Jugendfestwoche. Aufgrund der Corona-Pandemie war die Pause zwischen der 33. und 34. genau ein Jahr länger. 2019 fand die letzte Woche der Begegnung statt. Die Vorfreude ist daher in diesem Jahr bei allen Beteiligten umso größer.

600 Jugendliche und junge Erwachsene aus neun europäischen Nationen werden im Juni im Kreis Paderborn erwartet, um gemeinsam die Vielfalt Europas zu leben. „Wiederholungstäter“ sind die Gäste aus Irland, die bereits zum 29. Mal zur Jugendfestwoche anreisen. Ebenfalls Stammgäste sind die Tänzer aus den Niederlanden. Weiterhin vertreten sind Tanzgruppen aus Polen, Spanien, Schottland, Lettland, Frankreich, Ungarn und Schweden. Eine Woche lang tanzen 19 Gruppen öffentlich – auf der Almewiese unterhalb der Wewelsburg, auf Gut Böddeken oder der Paderborner Innenstadt.

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Die Woche lebt von vielen persönlichen Begegnungen, die sehr intensiv sein können, weil die Jugendlichen in erster Linie in den Familien der teilnehmenden Volkstanzgruppen untergebracht sind. „Die gemeinsame Basis ist das Tanzen, das Musizieren, das Singen. Daraus entstehen eine wunderbare Gemeinschaft und viele Freundschaften“, so Dietmar Kellerhof. Der Geseker gehört zum Team der musischen Leitung der Festwoche, ebenso wie Alexandra Bröckling und Markus Smolin. 

Friedensbotschaft wird in die Länder getragen

Seit ihrer Premiere im Jahr 1954 steht die Internationale Jugendfestwoche im Zeichen der Völkerverständigung und des Friedens. „Alle Teilnehmer sind aktive Friedensbotschafter und tragen diese Botschaft in ihre Länder zurück“, so Markus Smolin. 

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Aufgrund des Krieges in der Ukraine wird das Motto in diesem Jahr besonders in den Mittelpunkt gerückt. „Wir begehen die Jugendfestwoche als Friedenfestwoche“, sagt Landrat Christoph Rüther. „In diesen Zeiten, in denen der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine unser Vertrauen erschüttert, ist es uns besonders wichtig, ein Zeichen für den Frieden zu setzen.“ 

Ein Höhepunkt wird daher sicherlich das „Bekenntnis zum Frieden“, mit der die Jugendfestwoche am Samstag, 18. Juni, abschließt. Die Teilnehmer treffen sich ein letztes Mal auf dem Ehrenfriedhof im Friedenstal bei Wewelsburg und jede Tanzgruppe trägt mehrsprachig ihre Wünsche und Gedanken für ein friedliches Miteinander in Europa vor. Organisiert wird die Jugendfestwoche federführend vom Kreisjugendamt und unterstützt von vielen Ehrenamtlichen. 

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