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Foto: Johannes Büttner
Aus einem alten Bakelit-Telefon klingen jetzt Vogelstimmer. Sehr zur Freude von Nora, Thorben, Tessa und Sinja.
Salzkotten

Ehemaliger Trafo-Turm in Holsen wird nun zum Strom-Museum

Samstag, 22. Mai 2021 von Johannes Büttner

„Wir sind komplett ausgebucht, alle Nester sind belegt“. Marlies Sandbothe kann sich ein Lachen nicht verkneifen, zu groß ist ihre Freude über das, was da aus den Einfluglöchern des ehemaligen Holsener Transformatorenturm zu hören ist. Rotkehlchen, Blaumeisen, Hausrotschwänzchen, ein Starenehepaar und Sperlinge haben im Obergeschoss Quartier bezogen und bereiten ihre Brut auf den ersten Ausflug vor.

Vor gut drei Jahren hat das Holsener Eherpaar den alten Trafo-Turm an der Holsener Straße vom damaligen Energieversorger VEW gekauft. Ideen, was sie mit ihm machen würden, hatten sie sofort. Oben für die Tiere, unten für die Menschen und für die Allgemeinheit zugänglich machen. Johannes Sandbothe verbrachte unterstützt von Helfern Wochen, um den Turm herzurichten. Im unteren Bereich wurde ein kleines Strommuseum aufgebaut mit Relikten aus dem ehemaligen Trafo-Raum oder Literatur. Die Reihe der Exponate wuchs zunehmend. Neuestes Projekt ist ein altes Bakelit-Telefon.

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Aus ihm erklingt nun Vogelgezwitscher, wenn man die Wählscheibe dreht. „Jede Nummer ein anderer Vogel“, klärt Marlies Sandbothe auf. Den Turm und sein Museum besuchen mitlerweile Erwachsene wie Kinder, Gruppen, Radfahrer und Wanderer. Er ist zur Begegnungsstätte für jung und alt geworden. Die neueste Attraktion ist ein Bücherschrank. Dafür musste ein mannshoher Kühlschrank herhalten. Auch wurde ein attraktives Programm ausgearbeitet.

Dazu gehören naturkundliche Infoveranstaltungen und Ferienaktionen die aufzeigen, wie man vor über 100 Jahren ohne Strom zurecht kam. Ein Erntedankfest mit Körbe flechten und Seile herstellen soll es im Herbst geben und im Dezember das Turmglühen“.

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