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Die drei größten deutschen Kreditkarten-Anbieter sind Visa, Mastercard und American Express - wobei letzterer eine Sonderrolle einnimmt.
Thema der Woche

EC-Karte, Kredit- oder Debitkarte? Diese Bezahlkarten brauchen Sie wirklich

Samstag, 4. Dezember 2021 von Franz Purucker

Für die Kartenzahlungen in Deutschland wirkte die Corona-Pandemie wie ein Booster. Knapp 60 Prozent aller Bezahlvorgänge in stationären Geschäften werden per Karte durchgeführt. Sogar ein einzelnes Brötchen kann heute damit bezahlt werden. Aber die Karten unterscheiden sich: Klassische EC-Karte, Debitkarte, Kreditkarte oder Handy-Pay – aber was ist der Unterschied? Die Neue Regionale klärt über Vor- und Nachteile auf und zeigt, welche Karten die lokalen Banken im NR-Land anbieten.

Immer öfter heißt es an deutschen Kassen „Mit Karte bitte“ oder es kommen sogar Smartphones und Uhren zum Einsatz. Dabei steigt auch der Anteil der Kreditkarten sprunghaft. Trotzdem: „Die wichtigste Karte unserer Kunden bleibt die Sparkassencard“, ist Heinz Gockel von der Sparkasse Geseke überzeugt.

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EC-Karte in 95 Prozent aller Geldbörsen

Dahinter steckt ganz genau genommen die Girocard – im Volksmund auch EC-Karte genannt – die in etwa 95 Prozent aller Portemonnaies schlummert.

Sowohl bei den Sparkassen Geseke und Paderborn-Detmold als auch bei den Volksbanken Brilon-Büren-Salzkotten und Beckum-Lippstadt ist diese ohne Aufpreis in der Monatsgebühr für das Girokonto enthalten.
Bei Zahlungen im Geschäft fragt das Lesegerät bei der ausgebenden Bank die Kontodeckung an und bucht den Betrag direkt vom Konto ab.

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Viele Karten funktionieren heute bereits kontaktlos. Foto: Pixabay

Die Girocard zählt zu den sogenannten Debitkarten, denn der Betrag ist schon kurze Zeit später auf dem Kontoauszug zu sehen. Bei den Banken im Verbreitungsgebiet ist diese Zahlung kostenfrei. Andere Banken verlangen dafür teilweise Gebühren: Der Verbraucherdienst Biallo fand heraus, dass 463 der 1.200 Geldinstitute in Deutschland je Zahlvorgang zwischen 2 und 80 Cent berechnen, darunter die Sparkasse Höxter und die Volksbank Rhein-Lippe.

Der Aufruf der Banken, in Zeiten von Corona bargeldlos zu zahlen, ist aber aus einem anderen Grund nicht ganz uneigennützig. Grundsätzlich zahlt nämlich der Händler eine Transaktionsgebühr von etwa 0,2 Prozent des Umsatzes an einen Zahlungsdienstleister. Für eine Zahlung von 100 Euro also rund 20 Cent fällig.

Bei Kreditkarten ist die Gebühr teilweise deutlich höher – dazu später mehr. Das klingt zunächst nachteilig für den Händler, allerdings spart sich dieser damit auch die Kosten des Bargeldtransfers und der Einzahlung.

Die Sparkasse bietet bereits das mobile Bezahlen über das Handy an.

Die größten deutschen Onlinebanken DKB und ING machen ihre Girocards ab nächstem Jahr gebührenpflichtig. Bislang haben diese mit ihren kostenfreien Konten geworben – was damit vorbei ist. Kostenlos bleiben dort nur die zum Konto gehörigen Kreditkarten – die diesen Namen eigentlich nicht mehr verdient haben (dazu später mehr). Auch die lokalen Banken geben Kreditkarten aus.

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Während Mastercard jahrelang Marktführer war, setzte sich Visa im vergangenen Jahr in Deutschland mit 17,85 Millionen Karten an die Spitze (Mastercard: 17,6 Mio). Nicht überall wo Visa oder Mastercard draufsteht, ist auch eine Kreditkarte drin. Außerdem unterscheiden sich die Karten in ihren Leistungen immens voneinander. (puru)

Welche Karten für die Bezahlung über Smartphones oder die Smartwatch geeignet sind, welche Vorteile Kreditkarten bieten und warum diese von den Onlinebanken heute nur bedingt erfüllt werden, lesen Sie im Thema der Woche auf der nächsten Seite.

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