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Foto: Büttner
Alle Verantwortlichen freuen sich auf das Kreisschützenfest in Boke.
NR-Land

Drei Jahre im Planungsfieber – jetzt wird endlich gefeiert

Samstag, 13. August 2022 von Johannes Büttner

Es ist ja nicht neu, dass die Organisation eines Kreisschützenfestes für den ausrichtenden Verein eine große Herausforderung bedeutet. In der Regel hat der Verein für die Vorbereitungen ein Jahr Zeit. Nicht so in Boke. Die Sankt Landolinus-Schützenbruderschaft hatte sogar drei Jahre Zeit,  um sich und das Dorf auf die Durchführung des Kreisschützenfestes vorzubereiten. Ob das Fluch oder Segen war, auch darüber berichtete Bokes Schützenoberst bei der Informationsveranstaltung am vergangenen Freitag im Boker Pfarrheim. 

Eines vorweg: Ganz Boke freut sich auf das  Kreisschützenfest und ist bestens vorbereitet. In drei Wochen, also vom 2. bis 5.September, werden das Schützenvolk aus dem Kreisschützenbund Büren und viele Gäste das Dorf an der Lippe besuchen. Besonders am Sonntag wird es wohl rappelvoll im Bundesgolddorf Boke. „Wir erwarten 7.000 Aktive, davon rund 5.500 Schützen“, sagte Frank Wengenmaier, Geschäftsführer des Kreisschützenbundes Büren. 

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Zahlen, die Bokes Schützenoberst Heinz Hennemeier nicht aus der Ruhe bringen: „Wir sind bestens vorbereitet, jeder ist willkommen und für jeden haben wir auch einen Platz.“ In Zahlen ausgedrückt heißt das: annähernd 7.000 Sitzplätze in den Zelten, 85 Meter Theke plus 40 Meter Biergarten, 2.000 Abstellplätze für Fahrräder. 

„Wir haben die Zahl der Sitzplätze erweitert, weil wir auch unsere Nachbarvereine, die nicht dem Kreisschützenbund Büren angehören, eingeladen haben“, sagte Hennemeier. So werden 60 Hofstaate, 58 Schützenvereine, 31 Musikkapellen und 18 Tambourcorps beim Festzug ein farbenfrohes Bild der gelebten Gemeinschaft präsentieren. 

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Fast drei Jahre immer wieder neu geplant

Unter dem Motto „Am Fluss der Zeit“ haben die Boker ihr Kreisschützenfest gestaltet. Allerdings hat der Begriff „Zeit“ einen anderen Charakter bekommen als im Motto vorgesehen. „Wir waren schon 2020 bereit für das KSF, doch dann kam die Pandemie und damit das Aus“, sagte Hennemeier. Und so musste immer wieder neu geplant werden. Das war nicht einfach, denn keiner wusste, wie es weitergeht. Als schließlich alles darauf hindeutete, dass 2022 die Chancengut stehen, ging man ans Eingemachte. „Wir trafen auf viel Verständnis und Unterstützung, aber wir mussten auch Schwierigkeiten meistern“, sagte der Oberst.  

Ganz großen Dank richtet Hennemeier in diesem Zusammenhang an den Landwirt Norbert Haselhorst aus Mettinghausen, der seine landwirtschaftliche Fläche über die drei Jahre als Festplatzfläche für das Kreisschützenfest zur Verfügung gestellt hat. Anders sah es bei den Festzelten aus. „Durch die Pandemie ist die Zahl der Zeltverleiher geschrumpft und die Kosten sind gestiegen“, sagte Hennemeier. Für die Boker bedeutet dieses Mehrkosten um 40 Prozent.

Sobald die Zelte am Festplatz an der Mantinghausener Straße stehen,  werden auch die Pflasterarbeiten  weitergeführt.  Nicht nur der der Zuweg zum Hauptzelt wird dann gepflastert, sondern auch Wege zu den anderen Zelten, so dass auch Rollstuhlfahrer gute Bedingungen vorfinden. 

24 Könige sind schießberechtigt

Am frühen Sonntagabend wird dann der Nachfolger von Kreisschützenkönig Heinz Kroos ermittelt. 24 schießberechtige Schützenkönige können als Anwärter für das 64. Kreisschützenfest ins Rennen gehen. Acht Schützenvereine und Bruderschaften aus dem Kreisschützenbund Büren waren bisher noch nicht Ausrichter eines Kreisschützenfestes.

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