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Pixabay Symbolfoto eines Schülers.
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Geseke

Drei Grundschulen sollen bleiben: Eltern machen mobil

Samstag, 17. April 2021 von Heike Tebbe

Wie geht es weiter mit den drei Grundschulstandorten in der Geseker Kernstadt? Diese Frage wird zur Zeit heftig diskutiert in Politik und Elternschaft. Das Gutachten eines spezialisierten Architekturbüros hatte der Marienschule und der Alfred-Delp-Schule eine marode Bausubstanz mit hohem Sanierungsaufwand bescheinigt. Abriss und Neubau, Sanierung, Zusammenlegung von Standorten, Erhalt aller Standorte – alles ist denkbar als Antwort auf die Frage, wie die Geseker Grundschullandschaft künftig aussehen wird.

Für viele Eltern ist die Sache klar: Sie wünschen sich den Erhalt aller drei Standorte. Ihre Argumente: kurze Schulwege und übersichtliche Strukturen.

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Zwei von ihnen sind Claudia Maas und Dr. Sophie Romberg. Den beiden jungen Müttern geht die Entwicklung in den politischen Gremien zu schnell: Bevor über eine Entscheidung von so großer Tragweite getroffen werde, brauche es eine ausführliche öffentlliche Diskussion und verlässliche Informationen, sagen sie. Wie lang werden die Schulwege für wieviele Kinder, wenn ein Standort wegfällt? Wie könnte das Modell „Zwei Schulen an drei Standorten“ in der Praxis aussehen? Wie hoch sind die Kosten der verschiedenen Varianten Abriss, Neubau, Sanierung? Das alles seien Fragen, die noch nicht ausreichend geklärt worden seien.

Am wichtigsten in der ganzen Diskussion ist Claudia Maas und Sophie Romberg das Wohl der Geseker Kinder: „Für die Kleinen sind kurze Schulwege, die sie eigenständig gehen können, ganz wichtig. Und übersichtliche Schulstrukturen mit kleinen Klassen“, sagt Claudia Maas.

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Wenn die Alfred Delp- oder die Marienschule wegfalle, sei beides für die Kinder aus dem betroffenen Einzugsgebiet nicht mehr gegeben. „Größere Schulstandorte haben oft auch größere Klassen zur Folge. Aus zwei Schulen mit vier kleinen Klassen wird dann schnell ein Standort mit drei großen Klassen“, befürchtet die Lehrerin.

Durch viele persönliche Gespräche haben Claudia Maas und Sophie Romberg inzwischen dafür gesorgt, dass sich alle Fraktionen noch einmal beraten. Parallel dazu haben sie eine digitale Unterschriftenaktion zum Erhalt aller drei Grundschulstandorte gestartet und damit innerhalb kürzester Zeit über 900 Unterstützer generiert. Bis Donnerstag, 15. April, lief die Aktion, die nun an den Bürgermeister übergeben wurde.

Wie es nun weitergeht? „Wir hoffen, dass die vielen Unterschriften und unsere Argumente die Politiker in unserem Sinne positiv beeinflussen“, sagt Claudia Maas. Theoretisch besteht auch die Möglichkeit, das Anliegen per Bürgerbegehren und Ratsbürgerentscheid weiterzuverfolgen. Ob sie soweit gehen wollen, halten sich die beiden engagierten Frauen aber offen.

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