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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Lieber nicht! Auf das Händeschütteln sollte ebenso verzichtet werden wie auf das Treffen von mehr als zwei Personen.
NR-Land

Diese Strafen drohen bei Verstößen gegen das Kontaktverbot

Dienstag, 24. März 2020 von Franz Purucker

Die Ausbreitung der Corona-Pandemie erfordert ungewöhnliche Maßnahmen. Viele Geschäfte müssen schließen, Treffen von mehr als zwei Personen sind verboten. Nun wurde auch der Strafenkatalog bekannt, den sowohl Gewerbetreibende als auch Privatpersonen treffen kann.

Personen, die trotz Verbot an einer öffentlichen Veranstaltung teilnehmen, müssen 400 Euro zahlen, für Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden 200 Euro fällig. Für öffentliches Grillen oder Picknicken fallen für jeden Beteiligten 250 Euro als Geldbuße an.

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Wer Sportveranstaltungen oder Zusammenkünfte organisiert muss 1.000 Euro zahlen, die Teilnehmer jeweils 250 Euro.

Inhaber einer Sport-, Kultur und Freizeiteinrichtung müssen diese schließen und diese Sperrung regelmäßig kontrollieren – sonst kostet dies 4.000 Euro. Betreiber von Bars, Clubs, Diskotheken, Theater, Opern- und Konzerthäuser, Kinos und Museen müssen bei Öffnung sogar 5.000 Euro zahlen.

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Auch Kunden werden bestraft

Öffnen dürfen nur noch Einzelhändler für Lebensmittel, Direktvermarktungen von landwirtschaftlichen Betrieben, Abhol- und Lieferdiensten sowie Getränkemärkte. Außerdem Apotheken, Sanitätshäusern und Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen sowie Poststellen, Reinigungen und Waschsalons, Kioske und Zeitungsverkaufsstellen sowie Tierbedarfsmärkte.

Teuer wird es für Gewerbetreibende, die nicht unter diesen Kreis zählen, aber trotzdem öffnen. Dann werden 2.000 Euro Strafe fällig. Aber auch Kunden werden bestraft: Für den Zugang zu einem Einkaufszentrum das entgegen der Bestimmungen geöffnet hat, müssen 400 Euro Bußgeld bezahlt werden.

Maximal ein Kunde pro zehn Quadratmeter Ladenfläche

Gedeckelt ist auch die Anzahl von gleichzeitig im Geschäftslokal anwesenden Kunden. Maximal darf eine Person pro zehn Quadratmeter im Geschäft sein. Supermarktbetreiber, die sich daran nicht halten, müssen je nach Geschäftsgröße zwischen 500 und 1.000 Euro Strafe zahlen.

Noch empfindlicher sind die Strafen in der Hotellerie und Gastronomie, die komplett geschlossen sind. Für die Vorhaltung eines Übernachtungsangebotes, für Angebote von Reisebusreisen oder den Betrieb einer gastronomischen Einrichtung muss der Betriebsleiter 4.000 Euro zahlen.

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Weiter erlaubt ist der Außer-Haus-Verkauf. Jedoch muss das Essen kontaktfrei übergeben werden können, sonst kostet dies den Betriebsleiter 500 Euro.

Holen die Kunden Essen ab, dürfen sie dieses nicht Umkreis von 50 Metern einnehmen, sonst muss der Gast dafür 200 Euro Strafe zahlen. Auch für Gastronomen kann es teuer werden, wenn sie die notwendigen Abstände nicht einhalten: Es drohen 1.000 Euro Strafe.

Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeheimen

Der Zutritt zu Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist komplett verboten. Besucher die sich darüber hinwegsetzen werden mit 200 Euro zur Kasse gebeten. Die Einrichtungsleitung, die bei Besuchen ein Auge zudrückt, wird mit 800 Euro bestraft, wobei das Gesetz einige wenige Ausnahmen zulässt beispielsweise auf Geburts- und Kinderstationen sowie bei Palliativpatienten.

Alle Strafen beziehen sich auf die erstmalige Tatbegehung. Bei Wiederholung sind Geldbußen bis zu 25.000 Euro möglich.

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