arrow_back
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Die meisten alten Sorten finden sich nicht im Supermarkt, allerdings auf vielen Streuobstwiesen in der Region.
Thema der Woche

Diese sieben alten Apfelsorten wachsen in der Region

Sonntag, 30. Mai 2021 von Franz Purucker

Jahrzehntelang war das NR-Land Obstanbaugebiet vor allem für Äpfel und Zwetschgen. Dies änderte sich erst mit der Globalisierung. Einige alte Apfelsorten wachsen aber bis heute hier. In die heimischen Supermärkte schaffen es leider nur wenige, dafür wachsen diese oft auf Streuobstwiesen.

Eine Initiative der biologischen Station macht sich weiterhin für sie stark.

Anzeige

Wünnenberger Zuckerapfel

Wie es der Name schon verrät, sind die Äpfel besonders im südlichen Paderborner Land zu finden und sehr süß. Die goldgelben Früchte haben eine mittlere Größe und sind sehr gut für Allergiker geeignet. In Bad Wünnenberg werden diese auch „Zuckergörekes“ genannt. Pflücken lassen sie sich ab September, genussreif sind sie ab Oktober bis Ende November.

Bürener Zitronenapfel

Der Obst- und Gemüsebauverband empfiehlt diese Sorte seit den 30er Jahren für die Höhenlagen im Bürener Land.
Die Früchte sind mittelgroß, passend zum Namen zitronengelb und auffallend kantig. Die Sorte gilt als frosthart und gesund. Bis November und Dezember, teilweise sogar bis Januar, sind die Äpfel genussreif. Die Äpfel sind bis in den Juni lagerfähig, wenig krankheitsanfällig und ein guter Pollenspender.

Anzeige

Geseker Klosterapfel

Die Sorte hat ihren Namen wohl von der Baumschule Dinslage, die die Sorte in Geseke verbreitet hat. Die Äpfel sehen ein wenig düster aus, werden sehr groß und gelten als fest. Sie sind in der Färbung dunkelgrün und heller Punktierung. Die Bäume stehen in Geseke auf schweren Lehmböden, sind im Altkreis Büren aber durchaus auch für leichtere Böden empfohlen. Die Äpfel halten bis ins Frühjahr und wurden vor allem als Wirtschafts- und Kompottäpfel in der Küche verwendet.

Ohne Lagerung sind sie eher säuerlich, aber um Weihnachten dann geschmacklich ausgereift.

Roter Boskoop

Der Rote Boskop ist auch in einigen Supermärkten zu finden. Der Grund könnten die groß bis sehr großen Früchte sein, die ihn für den Handel interessant machen. Es handelt sich um stark wachsende, breit ausladende Bäume. Die Früchte schmecken erfrischend süß-sauer. Geerntet werden diese bis Mitte Oktober, genussreif sind die von November bis April. Besonders beliebt ist der rote Boskop zum Einmachen oder Backen, für Apfelwein und Obstbrände sowie als Bratapfel.

Schöner aus Wiedenbrück

Die Sorte hat ihren Ursprung wohl vom Schloss in Rheda, wo der Gärtner die Samen gezogen hat. Um 1900 herum wurde diese Sorte wegen des hoher Ertrages verstärkt gepflanzt. Bevorzugt werden humusreiche Standorte auf schweren, lehmigen Böden. Die Äpfel können von Mitte bis Ende September direkt vom Baum gegessen werden und sind nur wenige Wochen lagerfähig, weil sie dann schnell mehlig werden.

Anzeige

Der Apfel eignet sich gut für Apfelmus und Kuchenbelag oder für die Saftherstellung. Wichtig: Der Ertrag setzt erst nach etwa sechs Jahren ein.

Westfälischer Güldering

Diese Sorte findet sich in ganz Westfalen. Die Äpfel sind reitstreifig gefärbt und meist frei von Schrofflecken, etwas kantig und sehr hart. Diese Sorte zählt als aromatisch und sehr saftig, was nach längerer Lagerung aber nachlässt. Genussreif ist der Apfel zwischen Oktober und Dezember. Der Ertrag fällt in der Regel sehr reichhaltig aus.

Biesterfelder Renette

Ein typischen Herbstapfel, der ab September pflückreif ist, dessen Aroma sich aber erst nach vier bis fünf Wochen Lagerung entwickelt. Der Apfel färbt sich währenddessen von grün in ein sattes Gelb. Bis Dezember können die Früchte problemlos gelagert werden. Besonders gut wachsen die Äpfel in hohen Lagen auf feuchten, mittelschweren sandigen Lehmböden.(puru)

AGB Impressum Datenschutz Kontakt
close
In die Zwischenablage Instagram Whatsapp E-Mail