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Ein Bauer düngst sein Feld
Foto: Pixabay
Thema der Woche

Diese Kommunen setzen auf Glyphosat

Sonntag, 21. Januar 2018 von Franz Purucker

Krebserregend, giftig und umweltschädlich – die Vorwürfe gegen das frei verkäufliche Pflanzenschutzmittel Glyphosat sind erdrückend. Die Gemeinde Borchen hat vor kurzem bekannt gegeben, dass sie kein Glyphosat mehr einsetzen will. Doch wie ist die Lage in den Kommunen im NR-Land?

Für den kompletten Verzicht auf Glyphosat hat sich der Bauhof der Stadt Bad Wünnenberg schon vor Jahren entschieden. „Alternativen sind für uns die thermische sowie mechanische Unkrautbekämpfung“, sagt Stadtsprecherin Leah Laven. Zwar steige dadurch der Personaleinsatz, die Umweltfreundlichkeit stehe jedoch im Vordergrund.

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Auch Geseke verzichtet auf den Einsatz und greift stattdessen zu „Finalsan Plus“. Vorteil: Das Mittel ist biologisch abbaubar, und nicht bienengefährlich. Grundsätzlich gelte aber: „So wenig spritzen, wie möglich“, sagt Pressesprecher Pascal Rückert auf Anfrage. Auch Salzkotten verzichtet auf das Mittel: „Glyphosat wurde in den letzten Jahren auf öffentlichen Grünanlagen wie Park- und Gartenanlagen, Friedhöfen, Kinderspielplätzen, Schulhöfen und Sportplätzen der Stadt nicht mehr eingesetzt“, erklärt die Sprecherin Miriam Arens.

Ein Verzicht bedeutet erheblich mehr Personaleinsatz


Bis Mitte 2016 wurde dieses in geringen Mengen gegen die selten vorkommende Herkulesstaude im Außenbereich gespritzt. Diese sei für Mensch und Tier äußerst gefährlich.

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Auch Büren verzichtet nach Angaben der Stadt seit vielen Jahren auf Glyphosat. Delbrück teilt mit, dass Glyphosat auf einer alten Mülldeponie gegen den Riesenbärenklau und zur Pflanzbeetvorbereitung bei Böden, die stark mit Unkräutern befallen sind, eingesetzt werde. „Ein vollständiger Verzicht auf Glyphosat ist derzeit nicht vorgesehen, weil er nur mit einem erheblich höheren Personaleinsatz kompensiert werden könnte“, so Pressesprecherin Christiane Rolf.


Der Kreis Paderborn verzichtet auf das umstrittene Mittel und hat den Pächtern seiner landwirtschaftlichen Flächen verboten, chemisch-synthetische Pflanzenbehandlungsmittel, zu denen auch Glyphosat zählt, aufzubringen, erklärt Sprecherin Michaela Pitz. Auch das Straßenbegleitgrün an den Kreisstraßen, sowie die Grünflächen an den Schulgebäuden, Verwaltungsgebäuden und Museen sowie am Entsorgungszentrum „Alte Schanze“ werden chemisch-synthetischen Pflanzenbehandlungsmitteln nicht eingesetzt.

Wie Glyphosat in den Baumärkten verkauft wird und warum Landwirte nicht darauf verzichten wollen, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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