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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Eine Automarke fällt in der Unfall-Statistik beider Kreise auf.
NR-Land

Diese Automarken sorgen für die meisten Unfälle in der Region

Mittwoch, 25. November 2020 von Franz Purucker

PS-starke Autos sorgen für viele Unfälle und damit hohe Kasko-Schäden. Was im ersten Moment nach einem Klischee klingt, bestätigt nun die Generali-Versicherung in ihrer Erhebung, die dabei auch regionale Daten für die Kreise Paderborn und Soest liefert.

2.222 bzw 2.221 Euro pro Schaden mussten die Versicherer in den Kreisen Paderborn beziehungsweise Soest im vergangenen Jahr begleichen.  Dies geht aus dem „Karambolage Atlas“ der Generali-Versicherung hervor für den „Datenanalytiker alle zwei Jahre die Schadenentwicklung der Kunden auswerten. Für diese Studie konnten wir mehr als 270.000 Kfz-Schäden bis in die Tiefe analysieren und daraus ein repräsentatives Abbild für Deutschland entwickelt werden“, sagt Giovanni Liverani, Vorstandsvorsitzender der Generali Deutschland AG. 

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Im Kreis Paderborn liegt die Schadenshäufigkeit mit 8,8 Fahrzeugen je 100 Kraftfahrzeugen etwas höher als im Kreis Soest mit 8,2. Damit liegen beide Regionen unter dem Bundesdurchschnitt von 9,1 Kfz-Schäden je 100 Fahrzeugen.

Die häufigsten Schäden im Kreis Paderborn werden von Fahrzeugen der Marken BMW (6,9 Prozent), VW (6,1 Prozent), Audi (5,7 Prozent) und Ford (5,1 Prozent) gemeldet.

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Im Kreis Soest liegt Mercedes mit 5,3 Prozent an der Spitze, gefolgt von BMW und Skoda (jeweils 5,1 Prozent) und Ford (5,0 Prozent).

Die Generali fand heraus, dass  Autos mit einer Leistung zwischen 100 und 150 PS mit rund 46 Prozent am häufigsten von Schäden betroffen sind. Allerdings sind es 2019 über zwei Prozentpunkte weniger gewesen als noch im Jahr 2017. In der Leistungsklasse über 150 PS legen die Schäden dagegen um ca. ein Prozentpunkt zu.

Nach Geschlechtern gerechnet passieren Frauen in beiden Kreisen mehr Unfälle als Männern. Im Kreis Paderborn liegt die Schadenshäufigkeit von Frauen bei 5,4 Prozent, von Männern bei 4,8 Prozent. Im Kreis Soest liegen die Frauen bei 4,9 Prozent und die Männer bei 4,4 Prozent.

Bei den zu begleichenden Schäden sind die Kreise fast identisch. 40,4 Prozent sind im Kreis Paderborn Haftpflicht-Sachschäden (Kreis Soest: 41,4 Prozent), gefolgt von Glasschäden mit 22,1 Prozent (Kreis Soest: 22,4 Prozent). „Glasschäden konnten vor einigen Jahren noch relativ günstig repariert werden. Heute müssen Frontscheiben meist komplett ausgetauscht werden. Damit verbunden ist oft eine teure und erneute Einrichtung der verschiedenen modernen Assistenzsysteme“, so Roland Stoffels von der Generali.

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In der Kategorie „Sonstiges“, unter die unter anderem Vandalismus und Brand gerechnet werden fiel gut ein Drittel der Schäden (Kr. PB 22,9 Prozent/ Kr. SO 21,3 Prozent).

Durch die eher ländliche Region lassen sich wohl die 8 Prozent Wildunfälle (kreis Soest 8,2 Prozent) erklären. Die meisten Unfälle passieren mit knapp 18 Prozent an Montagen. Das Klischee der Sonntagsfahrer bestätigt sich nicht: Hier sind Autofahrer mit einer Schadenhäufigkeit von 8,5 Prozent deutlich sicherer unterwegs.

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