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Foto: Kreis Paderborn
Da, wo sonst Schützenfest und andere Veranstaltungen gefeiert werden, warten jetzt mobile Kabinen auf Impf-Patienten.
NR-Land

Die Impfzentren sind startklar – nur der Impfstoff fehlt noch

Samstag, 19. Dezember 2020 von Heike Tebbe

Jetzt muss nur noch der Impfstoff kommen: Die Impfzentren der Kreise Paderborn und Soest sind startklar. Die Sälzerhalle in Salzkotten und eine Firmenhalle in Soest wurden in Rekordzeit mit der nötigen Infrastruktur aufgerüstet. In jedem der beiden Impfzentren sollen täglich etwa 1.000 Menschen geimpft werden. Wann der Startschuss fällt, ist derweil noch unklar. Der Kreis Paderborn rechnet mit ersten größeren Lieferungen im Januar.

Für die Kreise war es zunächst nicht einfach, passende Gebäude für die logistische Mammutaufgabe zu finden. Neben der Erreichbarkeit waren es vor allem die Größe und Ausstattung der Räumlichkeiten, die schließlich den Ausschlag gaben. Beide Impfzentren verfügen über großzügige und barrierefreie Räume und ausreichend Parkplätze. In der Sälzerhalle waren eine Abluftanlage, die virenbelastete Aerosole absaugt, und ausreichend Kühlschränke für den Impfstoff bereits vorhanden. 

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Nach Abschluss aller Vorbereitungen könnte jetzt direkt mit dem Impfen begonnen werden. Doch das europäische Zulassungsverfahren läuft noch. Und auch danach wird der Impfstoff zunächst nur in begrenzter Menge zur Verfügung stehen und über Bund und Land an die Kreise verteilt. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt deshalb, Prioritäten zu setzen und als erstes die Bewohner von Senioren- und Pflegeheimen sowie medizinisches Fachpersonal zu impfen. Das könnte nach jüngsten Meldungen bereits kurz nach Weihnachten der Fall sein. 

Ohne Termin keine Impfung

Sobald die ersten Impfdosen eintreffen, werden zunächst mobile Teams im Einsatz sein. Der Impfstoff wird dann vor Ort in den Einrichtungen verabreicht. Erst, wenn ausreichend Impfstoff verfügbar ist, werden die stationären Impfzentren ihre Arbeit aufnehmen. 

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Das gilt auch für die Terminvergabe: „Wir wissen noch nicht, wann und in welcher Menge Impfstoff für uns zur Verfügung gestellt wird. Erst dann werden Termine zur Impfung gemacht,“ so die Soester Landrätin Eva Irrgang. Die Termine werden dann voraussichtlich über den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung vergeben. Man erhält dabei sowohl den Termin für die Erstimpfung als auch den für die Folgeimpfung. 

Der Ablauf im Impfzentrum

In beiden Impfzentren werden mehrere „Impfstraßen“ eingerichtet. Die Abläufe sind detailliert festgelegt:

• Am Eingang wird zunächst die Körpertemperatur gemessen und der Termin geprüft.

• Im Inneren des Impfzentrums geht es zunächst zum Check-In, wo die Impfberechtigung geprüft wird, also ein Nachweis des Alters oder die Überweisung vom Arzt. Hier werden auch die Unterlagen ausgegeben, sofern diese nicht bereits ausgefüllt mitgebracht wurden.

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• Von dort aus geht es in den Aufklärungsbereich, wo noch einmal ärztliches Personal für Rückfragen bereitsteht. 

• Dann folgt die Impfung in einer der Impfkabinen. Geimpft wird in den Oberarm. 

• Nach der Impfung bleiben die Patienten noch eine halbe Stunde zur Beobachtung auf etwaige Impfreaktionen im Ruhebereich, bevor sie den Check-Out besuchen, wo die Impfung dokumentiert wird.

• Danach können die Geimpften über eine separaten Ausgang das Gebäude verlassen.

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• Bei allen Bewegungen im Impfzentrum steht der Infektionsschutz an erster Stelle. Darum ist das Impfzentrum als Einbahnstraße konzipiert. Auch wird regelmäßig gelüftet, daher ist es sinnvoll, einen Mantel zu tragen.


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