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Foto: Heimatverein Steinhausen
Die ersten 100 Exemplare der Dorfchronik gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Darüber freuen sich Ortschronistin Petra Kordes, Hubert Graskamp, Kristin Goodchild und Ortsvorsteher Franz-Josef Borghoff.
Büren

Die Chroniken von Steinhausen: Jetzt kommt die zweite Ladung Bücher

Samstag, 21. November 2020 von Heike Tebbe

„Das ist eine Fleißarbeit ohne Ende, das kann man gar nicht genug würdigen“: Hubert Graskamp weiß, dass Petra Kordes unzählige Stunden für ihr Ehrenamt aufbringt. Jedes Jahr füllt die Ortschronistin zwischen 40 und 60 Seiten der Steinhäuser Dorfchronik mit Zeitungsberichten, Artikeln und Fotos. 

In den letzten Monaten hatte der Heimatverein ein Vielfaches dieser Arbeit zu bewältigen, denn: Zum 777. Dorfjubiläum sollte ein Buch mit den Chroniken der letzten zehn Jahre erscheinen – 650 Seiten stark und voll mit Steinhäuser Geschichte und Geschichten.

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Das Werk, an dem neben Petra Kordes auch Hubert Graskamp (Layout und Druckvorlagen) und Kristin Goodchild (Umschlaggestaltung) mitgewirkt haben, ist jetzt fertig und rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft erhältlich. Die ersten 100 Bücher sind bereits verkauft- jetzt gehen die nächsten Chargen in den Handel (s. Infokasten).

Vom KSF bis zum Haus der Kultur

Großen Raum in Wort und Bild nehmen die Berichte über die vielen Aktivitäten der zahlreichen Steinhäuser Vereine ein. Eines davon: das Kreisschützenfest, das 2017 als bislang größte Veranstaltung der Dorfgemeinschaft gefeiert wurde. Auch der Bau der Umgehungsstraße und der neu gestalteten Hauptstraße, die Ausrichtung des Bürener Wandertages 2013 und die Einweihung des Hauses der Kultur gehören zu den Themen des Werkes.

Das Buch ist der vierte Band der gesammelten Dorfchroniken, die im Laufe der Jahrzehnte in Steinhausen erschienen sind. Damit verfügt Steinhausen über lückenlose Aufzeichnungen seit 1800. „Früher sind die Chroniken im Archiv verschwunden. Aber der Heimatverein hat es sich bei seiner Gründung 1985 zur Aufgabe gemacht, die Manuskripte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, so Hubert Graskamp. 

Die Aufarbeitung der Dorfgeschehnisse ist nicht immer einfach. Besonders die historischen Unterlagen aus dem 19. Jahrhundert haben den Autoren der ersten Dorfchronik viel Arbeit beschert: Teilweise waren die Texte noch in deutscher Schrift verfasst, oder kopierte Zeitungsberichte waren nicht mehr lesbar.

Aufarbeitung mit Hindernissen

Heute gibt es neue Herausforderungen, wie beispielsweise die Bildrechte und den Datenschutz. „Einfacher wird die Arbeit nicht“, so Hubert Graskamp. Aber der Aufwand lohne sich, denn mithilfe der Chroniken könne man auf eine spannende Zeitreise gehen: „Wenn ich durch die Unterlagen blättere, wundere ich mich immer wieder, was so alles passiert ist. Und das, was in den Chroniken erscheint, ist ja noch längst nicht alles…“

Hier gibt es die Dorfchronik

Für die kommende Woche ist die Lieferung der zweiten Charge der Dorfchroniken zugesagt. Verkauft werden die Bücher am Samstag, 28. November, vor dem Rewe-Markt. Danach ist der Band bei der Volksbank in Steinhausen, in der Gaststätte Zunftstube und in der Gärtnerei Lammers erhältlich. Kosten: 30 Euro. 


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