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Foto: Sauerland
Eine Skulptur des St. Sebastian schmückt einen Eingang der Stadtkirche St. Petri.
NR-Land

Der erste Hinweis auf die Sebastianer

Samstag, 13. August 2022 von NR Redaktion

Der kommende Mittwoch ist ein ganz besonderer Tag in der Geschichte der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Geseke: Am 17. August 1412 wird nämlich erstmals eine „Bruderschaft St. Fabiani und Sebastiani“ in einer Stiftungsurkunde erwähnt – der erste Hinweis, der die Existenz einer Bruderschaft in der Stadt belegt und bis heute maßgebend für das angenommene Alter der St. Sebastianus Schützenbruderschaft von 610 Jahren. 

Bei der Nachricht handelt es sich allerdings nicht um eine Gründungsurkunde, sondern um die älteste gesicherte Quelle über die Schützen in Geseke. Vermutlich liegen die Anfänge der Schützenbruderschaft sogar noch weiter zurück, doch gibt es hierzu keine genaueren Informationen.

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Dies liegt an der ursprünglichen Funktion der Schützenbruderschaft, der Stadtverteidigung. Jeder Bürger hatte die Pflicht, sich in die Verteidigung des Gemeinwesens einzubringen. Man kann also von einer nach und nach gewachsenen Struktur ausgehen.

Zum Bedauern der Schützenbruderschaft gibt es nur wenige erhaltene Quellen oder Urkunden aus ihren Anfängen. Vieles ist über die Jahrhunderte verschollen oder zerstört worden. Auch die Protokollbücher der Bruderschaft sind nicht mehr vorhanden. Man hat lediglich Hinweise und Beschreibungen zu ihrem Inhalt. Das „Alte Protokollbuch“ reichte von 1596 bis 1695 und soll detaillierte Aufzeichnungen zur Stadt Geseke im Dreißigjährigen Krieg enthalten haben. Das nächste entstand zwischen 1695 und 1769. Es ging in der Zeit zwischen 1839 und 1909 verloren.

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Das Protokollbuch, welches nach dem Zweiten Weltkrieg und der Wiederbelebung der Bruderschaft 1947 entstand, wird im Stadtarchiv Geseke aufbewahrt.    

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