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Pixabay Symbolfoto zum Klimawandel
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Der Klimawandel wird immer mehr spürbar: Nun will die Politik etwas dagegen unternehmen.
Delbrück

Delbrück fällt wichtige Entscheidung für mehr Klimaschutz

Freitag, 20. Dezember 2019 von Franz Purucker

Der Klimawandel zeigt auch in der Region immer mehr Wirkung: In Delbrück mussten, wie in vielen Wäldern der Region, aufgrund des Borkenkäferbefalls großflächig Fichtenbestände gefällt werden (die NR berichtete). Die Fraktionen im Delbrücker Rat wollen sich nun noch mehr für den  Klimaschutz stark machen, indem sie ein Klimabudget und eine Klimakommission einführen.

CDU, Bündnis 90 / Die Grünen, PiD und SPD bekennen sich damit zu den Klimaschutzzielen von Paris.In dem fraktionsübergreifend gestellten Antrag wird außerdem das Ziel formuliert, dass die Verwaltung, die städtischen Eigenbetriebe sowie Gesellschaften, an denen die Stadt mehrheitlich beteiligt ist, bis zum Jahr 2035 weitestgehend CO2-neutral werden sollen.

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Besondere Priorität haben dabei der Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen, die Steigerung der Effizienz bei Wärmeerzeugungsanlagen sowie die Verbesserung der klimafreundlichen Mobilität. 

Zwei Euro je Einwohner für den Klimaschutz

Mit der Einrichtung eines Klimabudgets von 66.000 Euro (Zwei Euro je Einwohner) werden verschiedene Maßnahmen rund um Klima- und Umweltschutz mitfinanziert. Eine Klimakommission aus sachkundigen und beratenden Personen aus den unterschiedlichsten Lebens- und Gesellschaftsbereichen erarbeitet gemeinsam mit der Klimaschutzmanagerin der Stadt, Heike Paesel, verschiedene Maßnahmen. Diese werden sich auf die Bereiche umweltfreundliche Mobilität, umweltgerechtes Bauen und CO2-Minderungsmaßnahmen auswirken. 

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Machen sich mit der Einrichtung eines Klimabudgets und einer Klimakommission für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit stark (von links): Anita Papenheinrich, Sven Büdeker, Brigitte Michalis, Mike Süggeler, Reinhold Hansmeier und Marion Lange.

Unter den Bereich umweltfreundliche Mobilität könnten beispielsweise eine Verbesserung der Radverkehrsplanung mit der Schaffung von Fahrradstraßen oder einem Fahrradring rund um die Delbrücker Innenstadt stattfinden. So ließe sich die Verkehrsführung für Fahrräder optimieren. 

Aber auch Aktions- und Informationsveranstaltungen sind genauso denkbar, wie die Errichtung von Ladestationen für E-Autos in Neubaugebieten und in jedem Ortsteil. 

Im Bereich Bauen könnten Prämien für den Austausch von Elektrogeräten oder Umwälzpumpen eingerichtet werden, Gebäudedämmungen könnten genauso wie die Entwicklung von Quartierskonzepten gefördert werden. Mit Blick auf eine CO2-Bilanz kann der Mehrweg-Ansatz in Schulen oder Kindergärten unterstützt oder Energieverbräuche visualisiert werden.

„Das Budget soll für Klimaschutzmaßnahmen eingesetzt werden, die über den allgemein erforderlichen Standard hinausreichen, eine besondere Vorbildfunktion besitzen oder merkliche Reduktionsquoten beim Energieverbrauch der Stadt aufweisen“, so Mike Süggeler, der als sachkundiger Bürger den Antrag unterschrieben hat. Außerdem soll ehrenamtliches Engagement fürs Klima mit einem Nachhaltigkeitspreis gewürdigt werden.

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