arrow_back
Foto: Shutterstock (Symbolfoto)
ie Schmidts - Vater, Mutter und zwei Kinder im Alter von 5 und 7 Jahren - würden gerne ein städtisches Grundstück in Büren kaufen. Was sie beachten müssen und womit sie „Punkte sammeln“ können, beschreiben wir anhand ihres (fiktiven) Beispiels.
Büren

Das sollten Familien wissen, die Bauland in Büren suchen

Dienstag, 5. Oktober 2021 von Heike Tebbe

Die Suche nach einem Grundstück ist derzeit überall nicht einfach. Schon seit Jahren gibt es wesentlich mehr Interessenten als Baugrundstücke. Deshalb hat die Stadt Büren – wie viele andere Kommunen auch – so genannte Vergaberichtlinien entwickelt, die vor wenigen Monaten überarbeitet und aktualisiert worden sind.

Das Ziel: Vor allem Familien sollen in Büren und seinen Ortschaften sesshaft werden und das Leben der Dorf- und Ortsgemeinschaft stärken. Wir zeigen am Beispiel der fiktiven Familie Schmidt, wie das Bewerbungs- und Vergabeverfahren abläuft.

Anzeige

Schritt 1: Die Bewerbung

Familie Schmidt sucht ein städtisches Baugrundstück in Büren. Dazu gibt sie zunächst eine Interessensbekundung für eine oder mehrere Ortschaften ab.

Sobald die Stadt die Vermarktungsphase eröffnet, können die Schmidts dann verbindliche Bewerbungen für Bauplätze einreichen. Dabei müssen sie sich noch nicht auf ein bestimmtes Grundstück festlegen. Der Bewerbungsbogen mit den Fragen zu den Vergaberichtlinien (s. Schritt 2) ist auf der Homepage der Stadt hinterlegt.

Wichtig: Grundstücks-Interessenten, die in der Vergangenheit schon einmal einen Bewerbungsbogen nach der alten Vergaberichtlinie eingereicht haben, müssen ebenfalls den neuen Bewerbungsbogen ausfüllen.

Anzeige

Schritt 2: Die Vergaberichtlinien

Mit ihrer Bewerbung ist Familie Schmidt natürlich nicht allein. Aber sie haben gute Chancen: Vater Martin hat seine Kindheit und Schulzeit in Wewelsburg verbracht – und erhält deshalb für den Wohnortbezug die Höchstpunktzahl (8 Punkte). Dass er zum Studieren woanders gewohnt hat, spielt keine Rolle.

Für die beiden Kinder gibt es weitere Extrapunkte. Diese hängen vom Alter der Kinder ab: Je jünger, umso mehr Punkte werden angerechnet. Maximal kann man 15 Punkte sammeln. Die Schmidts sammeln mit ihren beiden Kindern 5 Punkte.

Auch soziales Engagement zahlt sich aus: Wer mindestens zwei Jahre im Bereich Soziales, Kultur, Bildung, Sport, Kirche oder Politik für mindestens fünf Stunden pro Woche tätig war oder Träger der NRW-Ehrenamtskarte ist, erhält Extra-Punkte. Da Mutter Claudia sich als Trainerin im Sportverein und als sachkundige Bürgerin im Stadtrat engagiert, gibt es hierfür noch einmal die Höchstpunktzahl von sieben Punkten.

Wichtig: Bewerber, die bereits Eigentum in Büren besitzen, erhalten Punktabzüge. Und wer bereits städtisches Bauland erhalten hat, wird ohnehin vom Vergabeverfahren ausgeschlossen.

Anzeige

Schritt 3: Die Vergabe

Für das Baugebiet in Wewelsburg entscheidet der Rat am 16. Dezember über die Grundstücksvergabe. Dabei legt er die Vergabekriterien zugrunde. Die Schmidts haben 20 Punkte gesammelt – 30 ist die Höchstpunktzahl. Der Bewerber mit der höchsten Punktzahl darf zuerst ein Grundstück aussuchen. Kommt es zur Punktgleichheit, zählen soziale Kriterien. Vorzug erhält die Familie mit mehr minderjährigen Kindern, Pflegebedürftigen oder Schwerbehinderten im Haushalt.

Ist auch diese Zahl gleich, wird derjenige bevorzugt, der seine Unterlagen als erster vollständig eingereicht hat. Ist der Zeitpunkt ebenfalls gleich, entscheidet letztlich das Los.

AGB Impressum Datenschutz Kontakt
close
In die Zwischenablage Instagram Whatsapp E-Mail