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Foto: Shutterstock (Symbolfoto)
Einige Strecken zählen als Jahren als Unfallschwerpunkte.
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Das sind die gefährlichsten Strecken im NR-Land

Sonntag, 14. März 2021 von Franz Purucker

Bei den Unfallzahlen macht sich die Corona-Pandemie deutlich bemerkbar: So gab es im Kreis Paderborn 15 Prozent weniger Unfälle. Insgesamt krachte es 887 Mal. Im Kreis Soest sank die Zahl von 9.485 auf 8.137. Immer häufiger sind in Unfälle Fahrradfahrer verwickelt, zu denen jeder dritte Verunglückte zählt.

Die meisten Unfälle passieren innerhalb geschlossener Ortschaften. Aber: „Das Risiko schwerwiegender Unfallfolgen ist für Verkehrsteilnehmer auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften höher als innerhalb geschlossener Ortschaften“, so Jan Gellusch, Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizeibehörde Paderborn, zur Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik für das vergangene Jahr.

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54 Prozent der Verunglückten waren zum Zeitpunkt des Unfalls innerorts unterwegs, 55 Prozent der insgesamt 244 Schwerverletzten und vier der insgesamt sechs Todesfälle außerhalb einer Ortschaft.
Auffällig ist zudem, dass im Kreis Paderborn immer mehr Fahrradfahrer in Unfälle verwickelt sind.

Polizei plant mehr Tempo, Alkohol- und Drogenkontrollen
Erfreulich: Bei den Kontrollmaßnahmen ahndete die Polizei weniger Fälle – am meisten zu hohe Geschwindigkeiten (18.297, -26 Prozent), elektrische Geräte am Steuer (2.131, -16 Prozent) und nicht angeschnallte Personen (1.092, -41 Prozent) erwischt.

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Gleichzeitig kündigt die Polizei an, mehr Personal im Bereich der Geschwindigkeitsüberwachung zu beschäftigen.

Fast ein Drittel mehr Fälle wiederum gibt es bei Drogen und Alkohol am Steuer und das, obwohl Gaststätten, Clubs und Diskotheken, wo häufig der Schwerpunkt der Kontrollen stattfand, geschlossen sind.

Auch bei diesem Anstieg sieht die Polizei einen Zusammenhang zur Corona-Pandemie: Junge Leute greifen mangels Alternativen zu verbotenen Substanzen. Die Beamten wollen nun verstärkt Alkohol- und Drogenkontrollen durchführen.

42 Strafanzeigen wegen illegaler Autorennen

Ein weiterer beunruhigender Trend zeigt sich bei verbotenen Autorennen. „Zu Spitzenzeiten werden an den beliebten Szenetreffpunkten 300 szeneangehörige Fahrzeuge sowie etwa 400 Zuschauer festgestellt“, so Gellusch. Auch dabei könnte ein corona-bedingt weggefallenes Freizeitangebot eine Rolle spielen.

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42 Strafanzeigen wurden im vergangenen Jahr deswegen aufgenommen, sieben Unfälle gehen auf verbotene Fahrzeugrennen zurück, 36 Mal wurden Führerscheine sichergestellt und sechs Mal Fahrzeuge beschlagnahmt. Zum Vergleich: Ein Jahr nahmen die Beamten nur elf illegale Rennen auf, 2018 sogar nur zwei. Häufig kommen die Rennen in der Tuningszene mit hochmotorisierten Sportwagen vor.

Auch im Kreis Soest gingen wie eingangs erwähnt die Unfallzahlen deutlich zurück. Bei den geahndeten Verkehrsverstößen dominiert dort jedoch mit 31.202 die zu hohe Geschwindigkeit, während Alkohol (166) und Drogen (168) eher eine untergeordnete Rolle spielen. Auch die Zahl der Verletzten sank auf 825 (-120), davon 184 schwer (-50). Neun Menschen (+3) wurden bei Verkehrsunfällen getötet. In Geseke wurden bei Unfällen 44 Personen leicht verletzt, 10 schwer und ein Mensch getötet.

Auffällig an der Soester Unfallstatistik: Die Anzahl der verunglückten Motorradfahrer ist von 71 auf 79 gestiegen, darunter 39 schwer Verletzte und zwei Todesfälle. (Franz Purucker)

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