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Foto: VdF Kreis Paderborn
Bilder einer Katastrophe: Diese und unzählige weitere Fotos der Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus dem Kreis Paderborn dokumentieren die gewaltigen Aufgaben, welche die Helfer abarbeiten mussten. Und noch immer ist kein Ende der Einsätze in Sicht.
NR-Land

Das große Aufräumen: So hilft die Region den Flutopfern

Sonntag, 25. Juli 2021 von Heike Tebbe

„Was dringend fehlt, ist finanzielle Unterstützung. Sach- und Materialspenden können momentan einfach nicht mehr angenommen und aufgenommen werden, der Bedarf ist gedeckt.“ Das sagt der Bürener Bürgermeister Burkhard Schwuchow nach einem persönlichen Telefonat mit Uwe Kober, Bürgermeister in Altena. Der Ort im Märkischen Kreis ist von der Flutkatastrophe besonders betroffen.

Anlass für das Gespräch war eine Spendenaktion, die der Malteser Hilfsdienst Büren initiiert hat. Ganz klar ist dabei die Zielsetzung: ein koordiniertes und bedarfsgerechtes Vorgehen, damit die richtige Hilfe an der richtigen Stelle ankommt. Viele Menschen in den betroffenen Gebieten hätten keine Elementarversicherung und stünden jetzt vor dem Nichts, sagte Uwe Kober im Gespräch mit Burkhard Schwuchow. Deshalb sei finanzielle Unterstützung momentan ganz besonders wichtig.

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Auch Regina Franz, die die Spendenaktion für den Malteser Hilfsdienst koordiniert, betont, wie wichtig es sei, den exakten Unterstützungsbedarf in den betroffenen Regionen abzufragen. „Nur dann wissen wir genau, wie wir gemeinsam am besten helfen können,“ so Regina Franz.

Die Stadt und die Malteser appellieren an alle Bürger, nicht persönlich in die betroffenen Regionen zu reisen und Sachspenden abzugeben. „Bitte bringen Sie sich nicht selber in Gefahr,“ lautet der gemeinsame Aufruf. Die Stadt Altena werde umgehend auf die Stadt Büren zukommen, sollte weitere Unterstützung benötigt werden. Darauf haben sich die Stadtoberhäupter verständigt.

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Die Region hilft auch mit Manpower

Neben der finanziellen Hilfe ist die personelle Unterstützung der Hilfskräfte in den Katastrophengebieten die wichtigste Maßnahme. So waren und sind auch die Feuerwehren und andere Hilfsorganisationen aus dem ganzen Kreis Paderborn, darunter auch die Strömungsretter der DLRG Büren, in den betroffenen Gebieten im Einsatz, um dort ihre Kameraden zu unterstützen – in den allermeisten Fällen ehrenamtlich.

„Vor den Kollegen, die vor Ort sind und waren, kann man nur den Hut ziehen,“ sagt auch Niklas Schäfers vom Verband der Feuerwehren (VdF) im Kreis Paderborn. Aber auch den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter freistellen, sei an dieser Stelle zu danken.

Derweil sind die Folgen des verheerenden Unwetters bei weitem noch nicht verarbeitet. Tote und Verletzte, zerstörte Straßen und Häuser: Die persönlichen Schäden sind unermesslich, die Sachschäden nicht zu beziffern. Das große Aufräumen ist seit Tagen in vollem Gange. Doch die Flut wird die Menschen noch lange begleiten.

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