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Foto: Zukunft Altbau
Für neue Heizungen oder Fassadendämmungen gibt es jetzt mehr Geld.
NR-Land

Das ändert sich für Hauseigentümer: Ein Antrag für alle Förderwünsche

Sonntag, 10. Januar 2021 von Heike Tebbe

Seit dem 1. Januar gilt in Deutschland die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude – kurz BEG. Die BEG integriert mehrere Programme der bisherigen Träger KfW und BAFA und macht damit die Förderlandschaft übersichtlicher.

Mit der BEG werden energetische Einzelmaßnahmen in bestehenden Gebäuden sowie energetische Gesamtmaßnahmen im Neu- und Altbau gefördert. Hinzu kommen erhöhte Fördergelder für Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen. Das neue Programm integriert zehn KfW- und BAFA-Förderprogramme ganz oder teilweise. „Hauseigentümer können künftig mit einem Antrag an finanzielle Unterstützung kommen, auch wenn sie mehrere Maßnahmen beantragen. Zudem erhalten sie höhere Zuschüsse“, sagt Frank Hettler von Zukunft Altbau, einer Initiative der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH. 

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Wie bisher, können Haussanierer zwischen einem Zuschuss und einem Kredit mit Tilgungszuschuss wählen. Die neue Kreditvariante im Rahmen des BEG wird jedoch erst ab dem 1. Juli 2021 zur Verfügung stehen. Bis dahin gelten die alten Förderregeln der KfW. 

Sanierungsfahrplan sichert Förderbonus

Die Zuschuss-Fördersätze bei Einzelmaßnahmen bleiben gleich. Doch jetzt gilt: Wer als Einstieg in eine Sanierung eine Gebäude-Energieberatung durchführen lässt und Maßnahmen aus dem Sanierungsfahrplan realisiert, bekommt einen Förderbonus von fünf Prozentpunkten bei der Umsetzung. „Der Staat fördert bereits die Beratung mit 80 Prozent. Kommt dann der Förderbonus aus dem Sanierungsfahrplan hinzu, macht sich die Beratung sogar mehr als bezahlt“, sagt Hettler. 

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Einige Beispiele:

Heizungsanlage. Wer bei einem Ölkesseltausch eine Wärmepumpe oder Biomasseanlage einbaut, erhält vom Staat 50 Prozent der Investitionskosten. Für eine Erdgas-Hybridheizung mit einem erneuerbaren Anteil von mindestens einem Viertel – beispielsweise in Form von Solarthermie – steigt der Investitionszuschuss von 40 auf 45 Prozent, wenn eine Ölheizung ausgetauscht wird. 

Dämmung.  Dämmmaßnahmen an Fassade, Dach und Kellerdecke, neue Fenster sowie Lüftungsanlagen erhalten 20 Prozent Zuschuss. Mit Sanierungsfahrplan gibt es sogar 25 Prozent. 

Beachtet werden sollte in diesem Zusammenhang: Wer sich etwa eine neue Heizung und eine Dämmung zulegt, darf eine bestimmte Obergrenze bei den förderfähigen Kosten nicht überschreiten. Sie wurde jetzt von 50.000 Euro auf 60.000 Euro erhöht. 

Verstärkte Kontrollen gegen Missbrauch

Die Einzelmaßnahmen können über mehrere aufeinander folgende Jahre hinweg beantragt werden. Auch der Förderbonus für den Sanierungsfahrplan kommt jedes Mal erneut zum Zuge. Voraussetzung für jede Förderung: Es muss immer eine Verbesserung der energetischen Qualität erfolgen, sonst gibt es kein Geld. Damit kein Missbrauch getrieben wird, wird es künftig – auch bei den Einzelmaßnahmen – verstärkte Kontrollen vor Ort geben.

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• Aktuelle Informationen zur energetischen Sanierung von Wohnhäusern gibt es bei Fachunternehmen sowie im Netz unter www.zukunftaltbau.de 


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