arrow_back
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Kreis Soest

Corona: „Wir beobachten eine zunehmende Sorglosigkeit“

Dienstag, 11. August 2020 von NR Redaktion

Positive Tests bei Reiserückehrenden haben in den letzten Tagen für einen Anstieg der Fallzahlen gesorgt. Aber nicht nur deshalb betrachtet das Kreis-Gesundheitsamt die Corona-Lage mit Sorge. Angesichts des Starts des Regelbetriebs in Schulen und Kitas ruft die Leitende Amtsärztin Dr. Andrea Gernun zu besonderer Achtsamkeit auf.

„Wir beobachten leider eine wachsende Sorglosigkeit und ein  zunehmendes Unverständnis für erforderliche Quarantänemaßnahmen“, bedauert die Gesundheitsamtschefin. Dr. Andrea Gernun empfiehlt deshalb dringend, die Anordnungen des Landes nicht nur ernst zu nehmen, sondern sogar über diese Maßgaben hinaus zu gehen.

Anzeige

Deshalb rät das Gesundheitsamt allen Lehrkräften, auf die Möglichkeit zu verzichten, bei Wahrung der Abstandsregeln keine Masken zu tragen. Die Behörde schlägt den Pädagogen das dauerhafte Tragen von Gesichtsvisieren vor, die das ganze Gesicht bedecken, aber trotzdem die Mimik der Unterrichtenden noch erkennen lassen. Schüler seien ja ohnehin verpflichtet, an den Plätzen eine Maske zu tragen.

Auch im Hinblick auf die anderen in Schulen und Kitas Beschäftigen (zum Beispiel Kioskpersonal, Reinigungskräfte, die während des Betriebs reinigen) hält es das Gesundheitsamt für wichtig, das diese einen Mund-Nasen-Schutz oder ein Gesichtsvisier tragen. Dr. Andrea Gernun erläutert in diesem Zusammenhang:  „Gesichtsvisiere müssen das gesamte Gesicht bedecken, Halbvisiere entfalten wenig schützende Wirkung.“

Schüler, aber auch alle Beschäftigten der Schulen, sollten nur zur Schule kommen, wenn sie keine Symptome aufweisen, so ein weitere dringende Empfehlung des Gesundheitsamtes. Stelle jemand Symptome fest, solle er sich freiwillig isolieren und ein Testergebnis abwarten. Das Gleiche gelte für Kitas.

Den Schulen und Kitas rät das Gesundheitsamt auch, eine Art Monitoring aufzubauen um festzustellen, wer in den vergangenen Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekommen ist und wer aus einem Haushalt stammt, in dem innerhalb der vergangenen 14 Tage ein positiver Fall aufgetreten ist. Nur so könne eine Plausibilitätskontrolle erfolgen, ob die geltenden Regelungen und Verordnungen beachtet und eingehalten werden.

Es sei von großer Bedeutung, dass die Corona-Einreiseverordnung strikt befolgt werde. Nach Einreise aus einem Risikogebiet müsse man sich unmittelbar in häusliche Isolierung begeben, bis ein negatives Testergebnis vorliegt, und sich beim Gesundheitsamt melden. 

Schließlich weist Dr. Andrea Gernun in diesem Zusammenhang noch auf die nach wie vor große Bedeutung des Einhaltens der AHA-Regel hin. Die Wahrung des Abstands, das Einhalten der allgemeinen Hygieneregeln und das Tragen eine Alltagsmaske seien wichtiger denn je.

Die Regeln müssten ernst und genau genommen werden, betont die Leitende Amtsärztin: „Das Tragen einer Maske schützt nur, wenn auch die Nase bedeckt wird. Die Husten- und Nies-Etikette sowie das regelmäßige Händewaschen dürfen nicht vergessen werden. Und auch bei Treffen, beim Schlange- oder beim Zusammenstehen und beim Einkaufen ist der notwendige Abstand von mindestens anderthalb Metern ohne Ausnahmen immer einzuhalten.“

AGB Impressum Datenschutz Kontakt
close
In die Zwischenablage Instagram Whatsapp E-Mail