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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
NR-Land

Corona-Pandemie sorgt für mehr Kaiserschnitte in den Krankenhäusern

Mittwoch, 9. Dezember 2020 von NR Redaktion

In diesem Jahr sind mehr Babys per Kaiserschnitt geboren als im Vorjahr. Das zeigt eine Datenauswertung der stationären Entbindungen der KKH Kaufmännische Krankenkasse aus Paderborn. So erblickte bislang fast jedes dritte Neugeborene (32,4 Prozent) per Sectio das Licht der Welt.

Auffällig sind die Lockdown-Monate März bis Mai. In diesen drei Monaten lag die Quote jeweils rund zwei Prozentpunkte über dem Vergleichswert des Vorjahresmonats, im Lockdown-Monat März sogar bei 35,5 Prozent. Im Jahr 2019 betrug die Kaiserschnittquote insgesamt 31,9 Prozent und war damit niedriger als 2020. 

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Die erhöhte Kaiserschnittquote lässt vermuten, dass aufgrund der unsicheren Situation mit Beginn der Corona-Pandemie im März Schwangeren mit einer Risikoschwangerschaft vermehrt zu einem geplanten Kaiserschnitt geraten wurde. Denn ein geplanter Kaiserschnitt hat für Kliniken den Vorteil, die Abläufe und den Einsatz des Personals in den Kreißsälen besser vorhersehen und organisieren zu können. Wie sich die Kaiserschnittrate vor allem während der zweiten Corona-Welle im Herbst weiter entwickelt hat, bleibt abzuwarten.

Die KKH verzeichnet seit mehreren Jahren hohe Kaiserschnittquoten und begrüßt deshalb, dass im Sommer eine erste medizinische Leitlinie zu diesem Thema herausgegeben wurde. Die Handlungsempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe vereint aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und soll Ärzten bei der Beratung mit Schwangeren für oder gegen einen Geburtsmodus als Unterstützung dienen.

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