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Ein Wirt schenkt Bier an seine Gäste aus
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Ein Wirt beim Ausschank von Bier: Dieses Wochenende wird dies zum letzten Mal möglich sein. Ab 2. November gilt ein erneuter Lockdown - Kneipen und Gaststätten müssen dann schließen.
Thema der Woche

Corona-Lockdown: So fürchten Gastronomen aus dem NR-Land um ihre Zukunft

Samstag, 31. Oktober 2020 von Franz Purucker

Große Zelte und Heizstrahler hat Gastwirt Jalilollah Khalesi im Biergarten  seines Restaurants Margarethenhof in Büren aufgestellt, um trotz Corona-Pandemie Gäste anzulocken und dafür mehrere Tausend Euro in die Hand genommen. 

Doch die Gäste werden nicht kommen. Die Ministerpräsidenten der Länder haben mit Bundeskanzlerin Angela Merkel verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beschlossen. Der wichtigste Punkte in dem Paket: Sämtliche Kneipen und Gastronomiebetriebe müssen ab Montag, 2. November, für insgesamt vier Wochen schließen.

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Jalilollah Khalesi kann darüber nur mit dem Kopf schütteln: „Wenn die Leute sich zu Hause treffen, ist das noch viel weniger kontrollierbar. Bei uns werden Abstand und Hygieneregeln doch viel eher eingehalten“, sagt der Gastronom, der sein neues Lokal erst im August eröffnet hat. 

Hartmut Bröggelwirth vom Hotel und Restaurant „Rittergut Störmede“ sieht das ähnlich. Seine Erfahrung: Die Gäste haben sich an die Abstands- und Hygieneregeln gewöhnt und befolgen diese. 

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„Wir haben mehr getan als nötig“, mahnt der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Ein Beispiel dafür ist der Biergarten vom Restaurant Margarethenhof aus Büren, der für viel Geld um ein Zeltdach und Heizstrahler erweitert wurde, damit im Herbst hier die Gäste draußen sitzen können. Foto: Marion Heier

Während in der Anfangszeit immer Mal wieder an die Maske auf dem Weg ins Gebäude erinnert werden musste, haben die meisten Gäste dies inzwischen verinnerlicht. Erst am Platz darf die Maske abgenommen werden.

Das Rittergut hat beim letzten Lockdown den Hotelbetrieb durch Geschäftsreisende aufrecht halten können, was wohl auch dieses Mal der Fall sein wird.

Viele Gastronomen stellen auf Außer-Haus-Verkauf um

Das Restaurant wird auf einen Außer-Haus-Verkauf umstellen, was auch dieses Mal geplant ist.

Auch Jalilollah Khalesi steckt nun seine Energie in die Planung eines Abhol- und Lieferdienstes. „Wir können nicht zu Hause bleiben und die Beine hochlegen. Die Bank will schließlich ihre Rate haben“, sagt Jalilollah Khalesi, der eine sechs-stellige Summe in das neu eröffnete Restaurant investiert hat. 

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Schon in den vergangenen Wochen lief es für die Gastrobranche alles andere als gut.

Warum schon jetzt ein Großteil der Einnahmen weggebrochen sind, wie die Gastronomen reagieren und warum trotz eines zunächst auf vier Wochen ausgelegten Lockdowns auch die Weihnachts- und Silvesterangebote dieses Jahr anders aussehen werden, lesen Sie auf der zweiten Seite.(Fortsetzung von Seite 1)

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