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Foto: puru mit Bildern von Pixabay
Kreis Paderborn

Corona-Inzidenz auf Höchstwert seit Pandemiebeginn

Montag, 15. November 2021 von Franz Purucker

Der Kreis Paderborn hat einen traurigen Höhepunkt in der Corona-Pandemie erreicht: Noch nie war die Zahl der Infizierten je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche so hoch. Sie sogenannte Corona-Inzidenz liegt jetzt bei 204,6 und liegt damit über dem NRW-Landesschnitt (167). Die Zahl der Corona-Todesfälle ist kreisweit auf 1.073 gestiegen.

Der zuletzt hinzu gekommene Todesfall ist ein erst 65 Jahre alter Paderborner. Besonders gefährlich ist das Virus weiter für Ältere. Die meisten Todesopfer durch die Pandemie weisen im Kreis Paderborn die ab 70-Jährigen auf. Aber: Auch drei Männer zwischen 40 und 49 Jahren weist die Statistik auf.

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Am höchsten ist die Inzidenz in Salzkotten, wo der Wert auf 351,8 hochgeschnellt ist. Die wenigsten Neuansteckungen gab es mit einer Inzidenz von 60,6 in Büren. Gewaltig ist vor allem das Tempo mit der neue Fälle hinzukommen: In fast allen Städten ist der Wert in kurzer Zeit gestiegen – am stärksten in Borchen mit einer Inzidenzsteigerung von 96,5. Aber auch Salzkotten und Bad Wünnenberg versteigen starke Zuwächse bei den Fallzahlen.

Die Lage im Überblick

Es gilt als Wahrscheinlich, dass die Inzidenz im Laufe der Woche weiter steigt. Zur Corona-Welle im vergangenen Jahr befand sich Deutschland zu dieser Zeit bereits im Lockdown, während aktuell Einzelhandel, Gastronomie, Schulen und Kitas komplett geöffnet sind.

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Auf den Intensivstationen im Kreis Paderborn sind aktuell 62 der 68 verfügbaren Betten belegt, darunter 9 invasiv beatmete Corona-Fälle.

Welche Altersklassen sind am stärksten betroffen?

Die höchsten Inzidenzwerte im Kreis Paderborn gibt es bei Jüngeren – nämlich den 10- bis 19-Jährigen, wobei für die Unter-Zwölfjährigen weiterhin kein Impfstoff zur Verfügung steht, der durch die Wissenschaft genehmigt ist.

Der Kreis Paderborn weitet sein Impfangebot weiter aus. Die koordinierende Covid-Impfeinheit (KoCI) des Kreisgesundheitsamtes hat in Zusammenarbeit mit dem DRK bereits mobile Angebote organisiert. Weder Termin noch eine Anmeldung sind erforderlich.

Landrat Christoph Rüther hatte am vergangenen Freitag angekündigt, insbesondere aufgrund der Nachfrage nach Booster-Impfungen das Impfangebot deutlich auszuweiten und auch ständige Impfstellen einzurichten. Nicht zuletzt auch, um die Arztpraxen zu entlasten.

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„Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir führen derzeit Gespräche, um Räumlichkeiten zu finden. Auch Ärzte und medizinische Fachkräfte müssen akquiriert werden“, erläutert der Krisenstabsleiter des Kreises Paderborn, Dr. André Brandt. Sobald die Standorte und Öffnungszeiten feststehen sowie Personal und Impfstoff in ausreichender Menge bereitstehen, werden diese auf NRplus veröffentlicht.

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