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Foto: Caritas
Eine Nutzerin der Caritas-Tagespflege in Lichtenau wird mit dem Impfstoff von Moderna gegen das Corona-Virus immunisiert.
Büren/Salzkotten

Caritas impft Senioren von vier Standorten der Tagespflege selbst

Montag, 15. März 2021 von NR Redaktion

Der Caritasverband im Dekanat Büren e.V. hat am vergangenen Freitag, 12. März, mehr als 70 Gäste aus den vier Caritas-Tagespflegen in Büren, Bad Wünnenberg, Niederntudorf und Lichtenau gegen das Coronavirus geimpft. Der Fahrdienst der Tagespflegen holte die Senioren ab und brachte sie nach der Impfung im Lichtenauer Impfzentrum zurück in ihre Privatwohnungen.

Vor der Tagespflege St. Franziskus an der Lange Straße in Lichtenau herrschte am Freitag viel Verkehr. Im fließenden Wechsel rollten die roten Kleinbusse der Caritas auf den Hof der Caritas-Einrichtung. Die Kosten für den Transportdienst übernahm der Caritasverband im Dekanat Büren.

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Drinnen hatten Mitarbeiterinnen eine Impfstraße eingerichtet, die die zügige Impfung ohne lange Wartezeiten unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygieneregelungen erleichterte. Die Impfungen mit dem Impfstoff Moderna nahm Dr. med. Jan Rinn im Team mit Mitarbeiterinnen der Tagespflege und seiner Lichtenauer Praxis vor.

Am Mittag startete die Impfaktion, gegen 18 Uhr war sie beendet. Der reibungslose Ablauf war der guten Vorbereitung im Caritasverband zu verdanken. Den umfangreichen Verwaltungsaufwand hatte Susanne Schnieder, Leiterin der Tagespflege St. Franziskus mit ihren Kolleginnen in den Tagen zuvor bereits abgearbeitet. Nach der Impfung erhielt jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin einen Impfnachweis. Der zweite Impftermin ist auf den 9. April terminiert.

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Eine von denen, die sich am Freitag impfen ließen, war Theresia Quinte. Sie besucht dreimal in der Woche die Tagespflege St. Franziskus. Etwas nervös wartete sie auf ihren Termin. „Ich bin erleichtert, dass ich jetzt geimpft bin“, sagte sie danach. „Ich habe jetzt doch schon lange darauf gewartet und bin sehr froh, dass der Caritasverband alles für uns organisiert hat.“

Das ging nicht nur Theresia Quinte so. „Unsere Gäste haben in den vergangenen Wochen immer wieder nachgefragt, wann sie denn geimpft werden“, sagt Silvia Schneppe. Anders als Altenheime konnten die Tagespflegen nicht schon während der ersten Priorisierungsphase ihre Gäste als Einrichtung durchimpfen lassen. Einige Besucher über 80 hatten sich im Impfzentrum Salzkotten impfen lassen, die meisten Tagespflegegäste blieben jedoch ohne Impfschutz – oft, weil es ihnen im Alltag unmöglich war, zum zentralen Impfzentrum zu gelangen.

„Das einige Besucher geimpft waren, andere nicht, hat Unruhe in unsere Einrichtungen getragen“, sagt Christian Bambeck, Vorstand des Caritasverbandes, die staatliche Impfplanung hatte die Tagespflegen zwischen ambulant und stationär schlichtweg vergessen. Durch Angebote wie heute wird das, in sehr guter Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden, wieder zum Wohle der Gäste, korrigiert.

Mit der Impfung kehrt jetzt Ruhe und Sicherheit bei den Gästen ein. „Unsere geimpften Besucher wissen jetzt, dass das Virus ihnen nichts mehr anhaben kann“, freute sich Silvia Schneppe, Fachbereichsleitung Tagespflege am Freitagabend. „Das ist wichtig, denn für die Senioren sind die Besuche bei uns in der Tagespflege wichtig, weil sie hier Freunde und Bekannte treffen. Jetzt können sie die Besuche in unseren Einrichtungen wieder unbeschwert genießen.“

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