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Ein Einkaufswagen in einem Supermarkt
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Ältere und Riskopersonen sollten nicht mehr selbst einkaufen gehen und dies besser Ehrenamtlichen überlassen.
Büren/Geseke

Bürgermeister organisieren Lieferservice für Ältere und Risikopersonen

Sonntag, 22. März 2020 von Franz Purucker

In italienischen Krankenhäusern kämpfen Senioren ums Überleben, während viele dieser Risikopersonen in Geseke und Büren weiter ohne jeden Sicherheitsabstand einkaufen gehen. Nun appellieren die Bürgermeister und machen ein Angebot.

Gesekes Bürgermeister Remco van der Velden kann viele Bürger nicht verstehen. Sein Rat: „Bleiben Sie zu Hause und lassen Sie Freunde und Bekannte alles Nötige erledigen.“ Viele unterschätzen scheinbar die Gefahr, die von dem Risiko ausgeht, so der Verwaltungschef.

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Auch der Verwaltungschef von Büren, Burkhard Schwuchow, wendet sich in einem Bürgerbrief an seine Bürger, weist auf die Gefahr durch den Virus hin, macht aber auch Mut. Außerdem zeigte sich erfreut, dass sich die Bürger nun gegenseitig helfen. „Dieser Zusammenhalt stärkt unsere Gemeinschaft und gibt Hoffnung, dass wir gemeinsam diese Krise meistern“, so Schwuchow.

Der Geseker Bürgermeister Remco van der Velden.

Um Senioren der Stadt nicht weiter dem Infektionsrisiko auszusetzen, wird in beiden Städten ein Einkaufsservice angeboten. In Geseke wird dieser von den Ortsvorstehern koordiniert:
• Maria Luise Hans (Kernstadt): Tel.: 0 29 42-82 27 oder 0171-305 43 21
• Bernhard Hesse (Eringerfeld): Tel.: 0151-240 44 02
• Josef Struwe (Störmede): Tel.:0 29 42-38 31 o. 0151-65 19 52 00
• Niklas Heiermann (Langeneicke): Tel.: 0151-15 25 21 12
• Irene Struwe-Pieper (Mönninghausen): Tel.: 0 29 42-789 53 oder Tel.: 0160-259 58 06
• Susanne Schulte Döinghaus (Ehringhausen): Tel.: 0 29 42-69 68 oder 0170-220 15 41.
Der Einkaufsservice wird in Geseke durch die Dorfgemeinschaften und Kulturringe vor Ort, aber auch durch die städtischen Auszubildenden sichergestellt.

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Bürgermeister Burkhard Schuchow am Schreibtisch
Bürgermeister Burkhard Schwuchow an seinem Schreibtisch. Foto: Stadt Büren

In Büren wird der ehrenamtlich organisierte Einkaufs- oder Besorgungsdienst von DLRG, DRK, MHD und THW in Zusammenarbeit mit der Stadt Büren von den örtlichen Einzelhändlern angeboten.:

Betroffene können sich zu den Öffnungszeiten der Verwaltung (Mo – Do von 8.30 Uhr – 12 Uhr und 14-16 Uhr sowie Fr. von 8.30 Uhr – 12 Uhr) telefonisch unter 02951-970-152 melden. Dort nimmt Lena Schulte das jeweilige Anliegen auf und vermittelt es weiter an Helfer.

Helfer sollten zwischen 18 und 50 Jahre alt sein und nicht zur Risikogruppe der neuartigen Atemwegserkrankung „Covid-19“ durch den Corona-Viruserreger SARS-CoV-2“ angehören.

 „Alle ehrenamtlichen Unterstützer erhalten einen Handlungsleitfaden – insbesondere dazu, wie sie sich selbst vor einer Ansteckung schützen können“, weiß Dirk Kleeschulte von der DLRG. Der Bürener Unternehmer engagiert sich für die Aktion und hat die Medien für die solidarische Aktion entworfen.

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„Außerdem werden die Helfer mit Hilfsmitteln ausgestattet wie Handschuhen und Desinfektionsmitteln. Die Ehrenamtlichen werden keine Bankgeschäfte erledigen, wie Geld holen. Und sie werden auch die Wohnungen der Hilfesuchenden nicht betreten.“

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