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Feuerwehr Büren bei Arbeiten im Wald
Foto: Feuerwehr Büren
Wenn es stürmt sind die Leitstellen überfordert und greifen auf die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr wie hier in Büren zurück.
Thema der Woche

Bei Stürmen übernehmen die Feuerwehren vor Ort mehr Verantwortung

Samstag, 15. Februar 2020 von Franz Purucker

Großschadenslagen wie das Orkantief Sabine, das Anfang dieser Woche durchs NR-Land zog, versetzen Feuerwehr und Rettungsdienste in den Ausnahmezustand. In der Regel gehen in solchen Fällen mehrere hundert Notrufe besorgter Bürger ein. Zu viel für die Rettungsleitstelle des Kreises Paderborn in Büren-Ahden. In solchen Fällen wird das System geändert.

Wer im NR-Land die Notrufnummer 112 wählt, landet entweder bei der Rettungsleitstelle des Kreises Paderborn in Büren-Ahden oder bei der integrierten Leitstelle des Kreises Soest in Soest.

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Die ausgebildeten Berufsfeuerwehrleute am anderen Ende der Leitung disponieren anschließend Feuerwehr und Rettungsdienst zum Einsatzort. Von hier aus werden die Melder der durchweg freiwilligen Feuerwehrleute im NR-Land bestätigt und nach einer vorher ausgelegten Ausrückeordnung entschieden, welche Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

Bei Großschadenslagen, wie jetzt beim Sturm Sabine, geben die Leitstellen die Einsätze direkt an die kommunalen Feuerwehren ab. Ab 16.30 Uhr wurden die sogenannten örtlichen Einsatzleitungen in Geseke, Delbrück, Salzkotten, Büren und Bad Wünnenberg besetzt.
„Wir erhalten dann ein Notruf-Fax mit allen notwendigen Daten“, erklärt Andreas Müller, Leiter der Feuerwehr in Büren. Die Disposition der Fahrzeuge erfolgt durch die Einsatzkräfte vor Ort. Bei Sturm Sabine wurden diese örtlichen Einsatzleitungen bis in die Nacht von Sonntag zu Montag um 1 Uhr aufrechterhalten, dann ging die Disposition der Einsätze zurück zur Kreisleitstelle.

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Besonderheit in Geseke: Hier steht der Feuerwehr zusätzlich ein Rettungswagen zur Verfügung. „Wir arbeiten eng mit dem DRK zusammen“, erklärt Michael Voß, Pressesprecher der Geseker Feuerwehr.
Das Deutsche Roten Kreuz (DRK) stellt dazu ehrenamtliche Sanitäter und einen ebenfalls ehrenamtlich arbeitenden Notarzt zur Verfügung.
Gleichzeitig stellt der DRK-Ortsverband einen Versorgungszug zur Verfügung, der die Einsatzkräfte verpflegt, beim Sturm Sabine beispielsweise mit einer Gulaschkanone.

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