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Foto: Rainer Klute / Wikipedia (Archiv) CC BY 2.0
Wenn Bäume in Oberleitungen oder auf die Strecke stürzen, führt das zu Streckensperrungen.
NR-Land

Bahn stellt Fernverkehr in NRW ein: So kommen Reisende nun nach Hause

Donnerstag, 21. Oktober 2021 von Franz Purucker

Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr in NRW komplett eingestellt. Sämtliche IC und ICE-Züge fahren also nicht mehr. Das Unternehmen bittet seine Fahrgäste sich unbedingt vor Reiseantritt darüber zu informieren, ob der Zug fährt. Dies geht im Internet unter Bahn.de und über die dafür eingerichtete Hotline 030/2970.

Im NR-Land ist davon die ICE-Verbindung über Paderborn und Lippstadt betroffen. Der Regionalverkehr läuft soweit stabil (Stand 12 Uhr). Sämtliche Regionalzüge verkehren aktuell pünktlich.

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Die Bahn hat unterdessen eine Kulanz-Regelung geschaffen: Alle Fahrgäste, die ihre für den 21.10.2021 geplante Reise aufgrund des Orkantiefs verschieben möchten, können ihr bereits gebuchtes Ticket für den Fernverkehr ab sofort bis einschließlich sieben Tage nach Störungsende flexibel nutzen.

Sitzplatzreservierungen können kostenfrei umgetauscht werden. Auch Tickets im Regionalverkehr können bis zum 28. Oktober genutzt werden. Gemeint sind dabei Fahrkarten der Deutschen Bahn selbst. Für Tickets von Verkehrsverbünden wie dem Westfalen-Tarif muss dies nicht zutreffen.

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Zudem gelten bei Verspätung oder Zugausfall die allgemeinen Fahrgastrechte, die bei Verspätungen von mehr als 60 Minuten Entschädigungen von 25 Prozent des Reisepreises und ab 120 Minuten 50 Prozent des Reisepreises vorsehen.

Wer aufgrund der Zugausfälle nicht mehr nach Hause kommt, weil beispielsweise auch kein Regionalzug mehr fährt, der kann auf Bahn-Kosten in einem Hotel übernachten oder ein Taxi bestellen. Dazu muss sich der Bahnhof aber bis 24 Uhr nicht mehr erreichen lassen. Ersetzt werden maximal 80 Euro.

Stellt die Bahn selbst einen Schienenersatzverkehr oder Taxis zur Verfügung sind diese zu nutzen. In der Regel werden in den Bahnhöfen Taxi- oder Hotelgutscheine ausgegeben, die vorrangig genutzt werden müssen. Bei anderen Stürmen hat die Bahn auch oft „Hotelzüge“ in größeren Bahnhöfen angeboten – also abgestellte Fernverkehrszüge, in denen Fahrgäste die Nacht verbringen konnten.

Die Bahn arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Beseitigung der Störungen. Hunderte Mitarbeitende sind zum Räumen von Gleisen sowie zur Reparatur von Oberleitungen bundesweit im Einsatz. Aufgrund des noch andauernden Sturms ist dennoch mit weiteren Störungen zu rechnen. An Bahnhöfen und an Auskunftsstellen der DB stehen Mitarbeitende für Fragen der Reisenden zur Verfügung.

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