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Foto: Franz Purucker
Salzkotten

Straßen NRW bietet virtuellen Drohnenflug über neue Ortsumfahrung

Samstag, 4. September 2021 von Franz Purucker

16.400 Fahrzeuge rollen jeden Tag durch die Innenstadt von Salzkotten und es werden immer mehr: Ab 2035 rechnen Planer mit 18.000 Fahrzeugen, die täglich durch die Sälzerstadt fahren können. Deshalb soll eine seit Jahrzehnten diskutierte Ortsumgehung Abhilfe schaffen, für die Straßen.NRW als zuständige Landesbehörde nun konkrete Ergebnisse vorgelegt hat.

Interessenten können diese nun in Form einer knapp dreiminütigen Visualisierung von Straßen.NRW abfliegen.
Das Video beginnt an der Westseite über die B1 aus Geseke kommend, wo die Strecke etwa 220 Meter vor dem Kreisverkehr – also noch vor den Gebäuden von M4Fitness und Hagebaumarkt – Richtung Norden führt. Als erster Neubau entsteht eine Brücke über die Bahnstrecke.

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Von dort aus geht es zweispurig zwischen dem Gewerbegebiet Haltinger Feld und Verne Richtung Westen. An der Franz-Kleine-Straße soll eine T-Kreuzung entstehen.

Ab hier wird die Strecke drei-spurig weitergeführt. Weitere Brücken führen über den geplanten Radweg zwischen Salzkotten und Verne sowie über die Heder.

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An der Thüler Straße (L751) wird es eine Brücke mit Auffahrt auf die neue B1n geben, ein Stück weitere eine über die Eisenbahnstrecke Soest-Paderborn. Das Gebäude, welches sich aktuell direkt an den Schienen befindet, soll für den Neubau weichen, ebenso wie der Gebäudekomplex am Ende der Ausbaustrecke an der Paderborner Straße, wo sich aktuell eine Tankstelle und ein Autoverkauf befinden.

Insgesamt umfasst die 6,2 Kilometer lange Neubaustrecke acht Brückenbauwerke, darunter auch einige kleinere Unterführungen für die Landwirtschaft.

Bis die Strecke aber tatsächlich gebaut wird, dauert es noch: Zunächst muss nun ein Planfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung in Detmold durchgeführt werden. Erst wenn dieses abgeschlossen ist, besteht Baurecht. Straßen NRW nennt die Maßnahmen „sehr umfangreich“, nennt aber kein Fertigstellungsjahr.

Bereits 2018 gab es Pläne für die Ortsumfahrung, die jedoch zu Einwänden von Anwohnern und Naturschutzverbänden führte. Besonders im östlich der Stadt gelegenen Vogelschutzgebiet Hellweg-Börde war mit erheblichen Verschlechterungen für den bisherigen Lebensraum der Tiere gerechnet worden. Die nun präsentierte „optimierte Nordvariante“ soll diese Bedenken ausräumen.

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