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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Salzkotten

Autofahrer nach tödlichen Unfall mit Radfahrern angeklagt

Montag, 9. Dezember 2019 von Franz Purucker

Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat gegen einen 29-jährigen Mann aus Salzkotten bei dem Amtsgericht Paderborn Anklage wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung erhoben.

Dem Mann wird vorgeworfen, am 19. April dieses Jahres in Salzkotten aus Unachtsamkeit einen Verkehrsunfall verursacht zu haben, durch den eine Frau getötet und ihre zwei Kinder verletzt worden sind.

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Nach dem Ergebnis der Ermittlungen befuhr der Angeschuldigte an diesem Tag gegen Mittag die Verner Straße aus Verne in Richtung Salzkotten. Ihm voraus befuhr die verstorbene Mutter mit ihren zwei Kindern auf Fahrrädern die Verner Straße.

Der Angeschuldigte erhielt auf seinem Smartphone zwei WhatsApp Nachrichten, die er las und während der Fahrt beantwortete. Dadurch war er abgelenkt und bemerkte die Radfahrer zu spät, sodass er mit ihnen kollidierte. Ein eingeholtes Sachverständigengutachten hat ergeben, dass der Unfall vermeidbar gewesen wäre, wenn der Fahrer nicht durch die Benutzung des Smartphones abgelenkt gewesen wäre.

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Die junge Mutter erlitt durch den Unfall tödliche Verletzungen, beide Kinder wurden schwer verletzt. Genauere Angaben zum Zustand der Kinder macht die Staatsanwaltschaft nicht.

Der Angeschuldigte, der im Übrigen nicht mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, hat sich im Ermittlungsverfahren geständig eingelassen und ist durch den Vorfall tief betroffen. Ein Hauptverhandlungstermin ist noch nicht bekannt.

Zu den Verletzungen der Kinder werden aus Opferschutzgründen keine weiteren Angaben gemacht. Soweit im Ermittlungsverfahren eine fehlende Fahrbahnmarkierung als Unfallursache in den Raum gestellt worden war, konnte diese ausgeschlossen werden, da nach den Ermittlungen allein ursächlich die Ablenkung des Angeschuldigten war.

Für den Straftatbestand der fahrlässigen Tötung sieht das Gesetz Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor. Verhandelt wird die Tat vor dem Jugendschöffengericht.

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