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Foto: Pexels (Symbolfoto)
Schon ein Bier kann reichen, um wegen Trunkenheit am Steuer bestraft zu werden.
Geseke

„Nur“ 0,3 Promille Alkohol: Trotzdem droht Autofahrer nach Unfall eine Strafe

Donnerstag, 27. Februar 2020 von Franz Purucker

Ein 54-jähriger Autofahrer aus Salzkotten befuhr am Mittwochabend, 26. Februar, die B1 aus Fahrtrichtung Salzkotten kommend in Richtung Geseke als er im Kreisverkehr der Salzkottener Straße in Höhe des Tudorfer Weges mit einer vorfahrtberechtigten 20-jährigen Autofahrerin aus Geseke kollidierte.

Bei der Unfallaufnahme bemerkten die Beamten eine Alkoholfahne bei dem 54-Jährigen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp über 0,3 Promille. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an, die das Ergebnis bestätigte.

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Damit liegt der Salzkottener unter der 0,5-Promille-Grenze, ab der alkoholisierte Autofahrer bestraft werden. Trotzdem stellten die Beamten den Führerschein des Salzkotteners sicher, da der Verdacht besteht, dass der vorherige Alkoholkonsum mit ursächlich für den Unfall gewesen sein könnte.

Schon ab 0,3 Promille Alkohol können Autofahrer bestraft werden, wenn sie durch unsichere Fahrweise auffallen oder in einen Unfall verwickelt sind. Dieser Wert kann bereits ab einer 0,33 Liter Dose Bier erreicht sein.

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Die Strafe könnte hoch auffallen: Das Strafgesetzbuch sieht den Straftatbestand der Trunkenheit am Steuer  als erfüllt an. Dies kann mit Geldstrafen, ein bis sechs Monaten Fahrverbot und zwei Punkten in Flensburg oder drei Punkten und der Entziehung des Führerscheines geahndet werden.

Der entstandene Sachschaden wird auf 3.500 Euro geschätzt. Die Versicherung kann bei Alkohol als zumindest teilweise Unfallursache sich einen Teil der Kosten vom Autofahrer erstatten lassen.

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