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Foto: Polizei Paderborn
In ihrem Aprilscherz behauptete die Polizei, dass die Beamten nun mit einem Lastenfahrrad kontrollieren würden. Hier: Polizeihauptkommissar Andreas Drost aus der Direktion Verkehr mit dem neuen Einsatzfahrzeug.
NR-Land

Aprilscherz der Paderborner Polizei hat ernsten Hintergrund

Donnerstag, 2. April 2020 von NR Redaktion

Die Polizei Paderborn hat zum 1. April auf ihrer Homepage und in den sozialen Medien die Einführung eines neuen Messfahrrades angekündigt, was ein Aprilscherz war. Dahinter streckt jedoch eine ernste Botschaft, wie die Polizei nun betont.

„Die Sicherheit von Radfahrenden im Straßenverkehr bleibt auch ohne Messfahrrad ein Schwerpunkt unserer täglichen Arbeit“, sagt Andreas Drost aus der Direktion Verkehr.

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Der Polizeioberkommissar stand auf dem Foto neben einem Lastenfahrrad, welches kurzerhand zu einem Messrad umfunktioniert worden war. Mit Kameraattrappe und Blaulicht. Im Rahmen des Behördenschwerpunktes #PassAuf! hat die Paderborner Polizei im vergangenen Jahr in 34 Schwerpunktkontrollen das Verhalten von Radfahrenden sowie das Verhalten gegenüber Radfahrenden in den Fokus genommen.

Polizei appelliert beim Überholen 1,5 Meter Abstand zu halten

Speziell das Thema Abstand beim Überholen, welches durch das angebliche Messfahrrad verstärkt in den Fokus genommen werden sollte, bleibt auch in Zukunft relevant. Autofahrer müssen innerorts einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, wenn sie Fahrradfahrer überholen.

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Außerorts gelten zwei Meter Abstand. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, riskiert ein Bußgeld ab 30 Euro. „Radfahrer haben keine Knautschzonen, umso wichtiger ist, dass Autofahrer vorausschauend fahren und Rücksicht nehmen“, so Drost.

Die Rechte von Radfahrern gegenüber Lkw sollen in Zukunft auch durch die Straßenverkehrsordnung (StVO) gestärkt werden. Lkw dürfen demnach innerorts nur noch in Schrittgeschwindigkeit abbiegen. Der Bundesrat hat der Novelle der StVO bereits zugestimmt.

Gelten Verkehrslimits auch für Pedelecs?

In ihrer Scherzmeldung heißt es auch, dass Pedelecs in 30er Zonen sowie in verkehrsberuhigten Bereichen aufgrund ihrer Geschwindigkeit für Probleme sorgen würden. Zwar gelten die Geschwindigkeitsbegrenzungen auch für Pedelecs, die Straßenverkehrsordnung sieht Geschwindigkeitsmessungen aber nur für Kraftfahrzeuge vor.

Dazu zählen zwar E-Scooter, aber keine Fahrräder beziehungsweise Pedelecs. Die StVO bestimmt unter Paragraph Drei: „Wer ein Fahrzeug führt, darf nur so schnell fahren, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird. Die Geschwindigkeit ist insbesondere den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen.“ Weiter heißt es: „Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.“

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Die Statistik im Kreis Paderborn zeigt einen Rückgang um sieben Prozent bei der Zahl der verunglückten Radfahrer. Insgesamt verunglückten im letzten Jahr 375 Radfahrer (2018: 405), zwei Personen wurden getötet (2018: 3), 80 schwer- (2018: 100) und 293 leichtverletzt (2018: 302). Mehr dazu auch in unserem Beitrag dazu.

Das Lastenfahrrad, was auf dem Foto zu sehen ist, gehört tatsächlich dem Kreis Paderborn. Wie Landrat Manfred Müller bei Face

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