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Foto: Shutterstock (Symbolfoto)
Die Täter nutzen die Anonymität des Internets und bedrohen auch Politiker.
Thema der Woche

Anfeindung und Beleidigung: Das erlebten Politiker im NR-Land

Sonntag, 26. Januar 2020 von Franz Purucker

„Dann erzähle ich, dass ich dich im Puff gesehen habe“ oder „Komm raus und ich zeig dir mal, was wir machen“ – solche Lügen und Drohungen bekommen Bürgermeister in der Region in Briefen, Telefonanrufen und Online-Posts zu lesen. Um die Politiker zu schützen, berichten wir anonym darüber. Alle Antworten stammen jedoch von Politikern des NR-Landes.

Besonders oft wurden Politiker in der Flüchtlingskrise angegriffen. Dabei konnten die Bürgermeister eigentlich nichts richtig machen: „Entweder haben sich Rechtsradikale empört oder genau die Gegenseite – also Aktivisten, die sich für Flüchtlinge stark machen.“

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Ähnlich polarisierend ist das Thema Windenergie, wo Umweltschützer einerseits und Windkraftgegner andererseits schnell „die Grenze des guten Geschmacks überschreiten“, schreibt ein Bürgermeister.

Häufig sind es auch lokale Themen, die eine ganze Stadt entzweien. Ein Bürgermeister berichtet von herben Kommentaren zu einer geplanten Baumaßnahme in der Stadt.

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Besonders oft gehen die Emotionen durch, wenn die Verwaltung persönliche Anliegen nicht wunschgemäß bearbeiten kann. Besonders problematisch sind die sogenannten Reichsbürger, die die Bundesrepublik ablehnen und davon überzeugt sind, in Scheinstaaten oder dem Deutschen Reich zu leben. Viele ignorieren die Verwaltung und meinen, sich über staatliche Maßnahmen hinwegsetzen zu können.

Von der Idee, dass Bürgermeister sich bewaffnen, halten die Politiker in der Region allerdings nichts.

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