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So soll das DLRG Ausbildungszentrum einmal aussehen
Foto: DLRG Büren
So soll das Gebäude der DLRG Büren in Zukunft aussehen. Bis dahin ist aber viel Arbeit und Geld nötig.
Büren

Altes Umspannwerk wird zur Ausbildungszentrale der Bürener Rettungsschwimmer

Montag, 5. April 2021 von NR Redaktion

Wo viele Jahrzehnte lang der Strom für die gesamte Region gesteuert wurde, entsteht jetzt neues Leben. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) übernimmt das alte Umspannwerk am Bühl in Büren. Das markante Gebäude aus dem Jahr 1955 bietet in der Struktur und Lage viele Vorteile für die Bürener Rettungsschwimmer.

Seit Jahren sucht der Verein eine eigene Bleibe für die Aktivitäten, die weit mehr umfassen als die klassische Schwimm‐ und Rettungsschwimmausbildung. Unterbringungsmöglichkeiten für das Hochwasserboot, mehrere Anhänger, zwei Fahrzeuge und jede Menge Material werden gelagert.

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Die Taucher‐ und Einsatztaucher werden im Untergeschoss mit Reinigungsraum, Materialkabinen und Tauchflaschenlager untergebracht. Eigene Räume werden ebenfalls die Strömungsretter, die Jugend und das Jugendeinsatzteam sowie die realistische Notfalldarstellung erhalten.

Ehemalige Warte und im zukünftiger Ausbildungsraum. Rechts ein früheres Steuerungselement, welches als nostalgische Ecke wieder aufgebaut wird. Jannik Lüke (v.l.), verantwortlich für Ausbildungen, Leon Just, verantwortlich für die Strömungsrettung und Dirk Kleeschulte, Vorsitzender der DLRG Büren Jan Schlüter, Plant maßgeblich den Bau. Foto: DLRG Büren

„Die DLRG in Büren ist vielseitig im Einsatz. Ein Beispiel ist das Corona‐Testzentrum welches, zusammen mit der Apotheke zur Residenz, in der Burgstraße aufgebaut wurde“, sagt Dirk Kleeschulte, Vorsitzender der DLRG in Büren.

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„So stellen wir Einsatztaucher, ein Boot und Strömungsretter für lokale Wassernotfälle in der Region und für überörtliche Katastrophenschutzeinsätze. Das Material muss adäquat untergebracht sein.“

Dirk Kleeschulte, Vorsitzender DLRG Büren, Jan Schlüter, Plant maßgeblich den Bau, Leon Just, Verantwortlich für die Strömungsrettung
und Jannik Lüke, Verantwortlich für Ausbildungen. Foto: DLRG Büren

Bislang hat die DLRG ihr Zuhause bei der Firma Kleeschulte am Bennenberg. Ein ehemaliger Schafstall, den sich die DLRGer ausgebaut haben, war 20 Jahre lang die Bleibe. „Nun ist es einfach zu klein und wir freuen uns auf die großzügige Struktur im neuen Gebäude“ sagt Jan Schlüter aus Brenken, einer der Bauverantwortlichen. Struktur ist ein großes Ziel des neuen Eigenheims. Jede ihrer Aktivitätssparten wird die eigene Räumlichkeit erhalten.

Ein weiteres wesentliches Merkmal wird der gut 100 Quadratmeter große barrierefreie Schulungsraum mit angebauter Teeküche und zugehöriger Sanitärer-Anlage sein. Wenn alles nach Plan läuft, werden dort ab Mitte 2022 nicht nur die vielen Erste‐Hilfe‐Kurse und Fortbildungen der DLRG laufen, sondern auch andere Vereine die Räumlichkeiten nutzen können. Selbst für das Ersthelferschulungen‐Material und die notwendigen Desinfektionen wird ein eigener Raum ideal ausgestattet sein.

Insgesamt umfasst das große Gebäude 1.200 Quadratmeter auf zwei Etagen von denen rund 1.000 Quadrater die DLRG nutzen wird. Eine ca. 200 Quadratmeter große zusätzliche Halle kann vermietet werden. Eine nostalgische Ecke mit alten Anlagen aus den VEW‐Zeiten wird an das erinnern, was früher einmal in dem Gebäude stattgefunden hat.

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Bisherige Inhaberin des Gebäudes war der Energiekonzern Innogy, welcher vielerorts für die Energieversorgung verantwortlich ist. „Die Innogy mit ihren Ansprechpartnern sind für uns eine enorme Hilfe gewesen und sind es heute noch. Ebenso wie viele Unternehmen aus Büren und Umgebung die tatkräftig unterstützen. Nur so funktioniert ein Projekt in der Größenordnung.“ sagt Dirk Kleeschulte.

Über ein Jahr werden die Helfer viel Arbeit hineinstecken, um ihren Traum vom Ausbildungs‐ und Materialstandort Realität werden zu lassen. 360.000 Euro investiert die DLRG dafür, unterstützt von Förderungen, die in Aussicht stehen.

„Wir arbeiten, engagiert daran, unser Eigenkapital durch Spenden zu stärken. Denn damit wir die Fördermittel abrufen können, müssen wir weiteres Eigenkapital nachweisen. So stehen z. B. bei 100 Euro Spende letztlich ca. 160 Euro Fördermittel in Aussicht“, hofft Geschäftsführer Paul Lieske auf Unterstützung aus der Bevölkerung und von Unternehmen. Weitere Details und Spendenkonten sind unter www.bueren.dlrg.de zu finden.

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