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Foto: Bad Wünnenberg Touristik GmbH, Förderkreis für Kultur, Geschichte und Natur im Sintfeld e.V.
An der Zufahrt zum Schloss der Grafen von Westphalen liegt das alte Gerichtsgebäude.
Bad Wünnenberg

Altes Gericht Fürstenberg erzählt nun selbst seine Geschichte

Montag, 8. März 2021 von NR Redaktion

Ab sofort erzählt das Alte Gericht Fürstenberg seine Geschichte selbst. Direkt vor Ort können Besucherinnen und Besucher sich nun mit nur einem Klick anhören, was das Bauwerk erlebt hat und welche Botschaft es für die Menschen im 21. Jahrhundert bereithält.

Dies funktioniert per QR-Code für das Smartphone, der heute am Denkmal angebracht wurde. Das ehemalige Gerichtsgebäude des Grafen von Westphalen wurde 1736 erbaut. Heute repräsentiert es die vom Mittelalter bis ins frühere 20. Jahrhundert geltende, frühere Zivil- und Kriminalgerichtsbarkeit des Paderborner Landes.

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Zu sehen ist die Richterstube, aber auch die sieben gewölbten Gefängniszellen, die sich im Keller des Gebäudes befinden. Gitter, Kettenringen und Schließvorrichtung sind noch so erhalten, wie sie einst im Einsatz waren.

Das Alte Gericht Fürstenberg ist eins von zunächst zwölf Denkmalen in Nordrhein-Westfalen, die in kurzen Audiobeiträgen ihre Geschichte erzählen und das erste, das einen solchen QR-Code trägt. 

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Die ausgewählten Denkmale in NRW erzählen in informativ-unterhaltenden Audiobeiträgen ihre eigene Geschichte in der Ich-Form, daher der Titel Das sprechende Denkmal.

Die staatliche Lotteriegesellschaft WestLotto und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hatten das landesweite Projekt zum Tag des offenen Denkmals gestartet. Die Mini-Podcasts sind so gehalten, dass sie es den Hörinnen und Hörern leicht machen, in die Geschichte einzutauchen und eine emotionale Bindung und Identifikation aufzubauen.

Axel Weber von WestLotto: „Es ist großartig, dass wir einen modernen Beitrag dazu leisten können, Zeitgeschichte für jedermann erfahrbar zu machen. Direkt vor Ort, mit mehreren Sinnen und natürlich digital. Gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wollen wir zukünftig noch viele weitere Kulturmeilensteine in Nordrhein-Westfalen mit der Möglichkeit zur Kurzgeschichte via Smartphone ausstatten. So bleibt die Bedeutung von Gebäuden und der damit verbundenen Geschichte im wahrsten Sinne im Kopf.“ 

Antonius Monkos, Geschäftsführer der Historischen Fürstenberg gGmbH, ergänzt: „Seit 2009 können sich Besucher mit einem überzeugenden Ausstellungskonzept von der über 350 Jahre alten Rechtsprechung in Fürstenberg ein Bild machen. Zeitgemäßer geht es kaum, als dass Interessierte sich mit etwas Distanz aber direkt vor Ort eine gelungene Präsentation unseres Denkmals anhören können.“

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Die kostenlosen Podcasts können nicht nur an den Denkmalen vor Ort und auf der Website www.sprechendes-denkmal.de angehört werden, sondern sind ab sofort auch auf allen Podcast-Plattformen zu finden.

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