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Foto: Wasserverband Obere Lippe
Die zweite Bauphase zur Renaturierung der Alme hat begonnen. Bis Ende Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Investiert werden rund 430.000 Euro.
Büren

Alme wächst durch zweite Bauphase um 1,3 Kilometer

Samstag, 9. Oktober 2021 von NR Redaktion

Der Wasserverband Obere Lippe hat mit der zweiten Bauphase zur Renaturierung der Alme begonnen: Nachdem der einzige Karstfluss in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2017/2018 auf einer Länge von 800 Metern zwischen Büren-Ringelstein und Siddinghausen renaturiert wurde, folgt nun der zweite Flussabschnitt mit weiteren 1.600 Metern. 

Bis Ende des Jahres werden rund 430.000 Euro investiert und 30.000 Kubikmeter Boden bewegt, damit die Alme wieder natürlich mit Biegungen und Wendungen fließen kann. Dadurch gewinnt der Fluss deutlich an Länge, etwa 1.300 Meter. Die Renaturierung dient dem Hochwasserschutz und sorgt gleichzeitig für mehr Lebensraum für Amphibien und Libellen.

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In den kommenden Wochen wird die Alme aus ihrem jetzigen Verlauf herausgeholt und die Aue so gestaltet, dass Wasser durch die Grünlandflächen hindurchfließen kann. 2007, als bei einem Hochwasser Teile der Stadt Büren überschwemmt wurden, blieb die Aue noch trocken. Künftig ist der Fluss Teil des Hochwasserschutzkonzeptes.

Der Flussabschnitt wird an dieser Stelle um 1.300 auf 2.900 Meter verlängert, um das Gefälle der Gewässersohle zu verringern und eine zukünftige Tiefenerosion zu vermeiden. Neben zusätzlichen Schleifen werden in der Aue vier Flutmulden angelegt, die das Wasser in der Landschaft zurückhalten und gleichzeitig Amphibien und den Libellen ein Zuhause bieten.

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Die zur Verfügung stehende Fläche von 40 Hektar wird durch die NRW-Stiftung zur Verfügung gestellt. Nach der Renaturierung betreuen die Mitglieder der Gemeinschaft für Naturschutz im Bürener Land den renaturierten Teil der Alme.

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