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Foto: Paderborn Lippstadt Airport
Gähnende Leere am Flughafen: Fast 8 Prozent weniger Flugbewegungen und knapp 6 Prozent weniger Passagiere belasten das Ergebnis.
Büren

Airline-Insolvenzen sorgen für Passagier-Rückgang am Heimathafen

Freitag, 10. Januar 2020 von NR Redaktion

Air Berlin, Germania, Thomas Cook – der Reisemarkt ist geprägt von Insolvenzen. Dadurch werden Slots an großen Flughäfen frei und kleinere Airports wie der Heimathafen in Büren-Ahden haben das Nachsehen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Passagierzahl um fast 6 Prozent.

Im vergangenen Jahr nutzten rund 693.500 Passagiere den Paderborn-Lippstadt Airport. „Der von Airline-Insolvenzen geprägte Markt hat ein besseres Ergebnis verhindert“, schreibt der Flughafen in seiner Presseerklärung.

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Im Vergleich zum Vorjahr hoben 5,8 Prozent weniger Passagiere ab und das obwohl die Auslastung der touristischen Flüge gegenüber dem Vorjahr weiter gesteigert werden konnte.

Mit Blick auf die Destinationen zeigt sich, dass vor allem das geringere Flugangebot in Richtung Mallorca zum Rückgang beitrug. „Mehr Passagiere wären hier nur mit dauerhaften Rabatten möglich gewesen. Diese Billigangebote schaden aber den nachhaltig wirtschaftenden Airlines an unserem Flughafen und deswegen haben wir uns bewusst dagegen entscheiden“, kommentiert Dr. Marc Cezanne, Geschäftsführer der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH, die Entwicklung.

Es gibt auch Lichtblicke. So hat sich Antalya hervorragend entwickelt und zeigt mit allein mehr als 200.000 Passagieren, was einem Plus von 31,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, einen sehr positiven Trend. Ab Juni steht mit Izmir zudem bereits ein zweites Türkeiziel für den Sommer 2020 im Programm. Auch der für Geschäftsreisende und Umsteiger wichtige Linienverkehr der Lufthansa verzeichnete 2019 mit mehr als 163.000 Passagieren eine stabile Entwicklung.

„2020 wird voraussichtlich kein einfaches Jahr für den Luftverkehr in Deutschland. Dennoch werden wir erneut ein attraktives Flugprogramm am Heimathafen anbieten, um weiterhin die Anbindung an wichtige Ziele und den weltweiten Flugverkehr zu ermöglichen“, fügt Dr. Cezanne hinzu. Steigende Kerosinpreise, das anhaltende Flugverbot für die 737-Max-Flugzeuge sowie die Erhöhung der Luftverkehrssteuer hemmen jedoch absehbar die Entwicklung.

Die Zahl der Flugbewegungen am Paderborn-Lippstadt Airport betrug 2019 mehr als 37.000 und liegt aufgrund des Rückgangs der Schulungsflüge etwa 7,7 Prozent unter dem Vorjahreswert.

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