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Foto: freepik
Für die Untersuchung einer Katze beim Tierarzt müssen die Besitzer bald mehr als das doppelte bezahlen.
NR-Land

Ab Oktober wird der Tierarzt teurer

Sonntag, 7. August 2022 von Marco Schreiber

Im Herbst wird der Bundesrat über eine neue Gebührenordnung für Tierärzte abstimmen. Dadurch werden die Kosten für die Behandlung für Tiere teils deutlich steigen. 

Das federführende Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMLE) will damit den Fortbestand vieler Tierarztpraxen sichern. Die Gebührenordnung sei zuletzt 2019 umfassend geändert worden. Seitdem hätten viele neue Verfahren wie etwa die Kernspintomographie die Tiermedizin verändert.

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Tierhalter müssen durchgängig mit teils erheblich höheren Kosten rechnen. Die Untersuchung eines Hundes wird zehn Euro teurer und 23,62 Euro kosten. Dieser Betrag ist auch für die Untersuchung einer Katze zu zahlen – statt den bisher berechneten 8,98. 

Die Kastration eines Katers soll bald 30,32 Euro statt bisher 19,24 Euro kosten. Auch das Entfernen von Zahnstein wird um acht Euro teurer und zukünftig 20,54 Euro kosten.

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Auch auf Landwirte kommen höhere Kosten zu  –  die Untersuchung eines Schweins etwa wird fünf und die Untersuchung einer Kuh 14 Euro teurer.

Die Anpassung der Gebührensätze sei auf wissenschaftlicher Grundlage erfolgt, teilt das Landwirtschaftsministerium mit. Dazu sei eine umfassende Studie in Auftrag gegeben worden, bei der es unter anderem eine Online-Befragung von Tierärzten gegeben hat. 

Laut der Studie arbeiten in den deutschen Tierarztpraxen fast 50.000 Menschen. Drei Viertel der Tierärzte haben demnach eine Einzelpraxis. Es werden überwiegend Kleintiere behandelt. Zweithäufigster Schwerpunkt seien Klein- und Nutztiere.

Wenn der Bundesrat dem Gesetz wie geplant zustimmt, tritt die neue Gebührenordnung voraussichtlich im Oktober in Kraft.            

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