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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
NR-Land

82-Jährigen übergibt 16.000 Euro an Betrüger mit „falscher Polizist“-Masche

Mittwoch, 18. Dezember 2019 von Franz Purucker

Um die Mittagszeit klingelt bei einem 82-Jährigen in Paderborn-Schloß Neuhaus am Dienstag (17. Dezenber) das Telefon. Ein angeblicher Polizist mit dem Namen Adam Berg ist am Telefon, berichtet von geplanten Einbrüchen in der Nachbarschaft.

Die Täter hätten Häuser in der Umgebung und auch das Haus des nun angerufenen ausspioniert. Da die Polizei die Täter nicht lange in Gewahrsam halten könne, komme nun schnell ein verdeckter Ermittler vorbei, um den Bargeldbestand des Rentners zu dokumentieren. Zur Bank dürfe er damit nicht gehen, weil dort ein Bankmitarbeiter wahrscheinlich mit den Einbrechern zusammenarbeiten würde.

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Das Opfer folgt der Anweisung, legt 16.000 Euro in Bar zurecht und öffnete schließlich einem angeblichen verdeckten Ermittler, der sich als Thomas Schwarz vorstellte, nach der Nennung des Codeworts „Küchenuhr“ die Haustür. Der falsche Ermittler fotografierte zunächst das bereitgelegte Geld wie angekündigt.

Der angebliche Polizist ist die ganze Zeit am Telefon und schickte den 82-Jährigen nun unter einem Vorwand für kurze Zeit aus dem Zimmer. Diese Zeit nutzt der eben noch fotografierende Täter, um mit dem Geld fluchtartig den Wohnraum zu verlassen. Erst jetzt informierte der Rentner die Polizei. Die sofort eingeleitete Fahndung ist erfolglos.

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Wie sollen verunsicherte Bürger reagieren?

Der falsche verdeckte Ermittler wird als etwa 20 Jahre alt und dunkelhaarig beschrieben. Er trug einen Ziegenbart und dunkle Kleidung. Sowohl er, als auch der falsche Polizist am Telefon sprachen hochdeutsch.

Die Polizei rät dringend dazu, sich gar nicht erst auf ein Gespräch mit den Telefonbetrügern einzulassen, da diese aufgrund ihrer Gesprächsführung in der Lage sind, auch skeptische Betroffene zu Handlungen zu überreden. Vielmehr sollte sofort aufgelegt und die richtige Polizei über den betrügerischen Anruf informiert werden.

Egal unter welchem Vorwand Polizisten an der Tür klingeln oder anrufen. Im Zweifelsfall immer auflegen (wichtig!) und anschließend eigenhändig die 110 anrufen. Dort lässt sich die Echtheit überprüfen. Polizisten fragen am Telefon niemals nach Bargeld oder Wertgegenständen im Haus.

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